Arnault wurde zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt

Krise in Schwedischer Akademie: Gericht verschärft Strafe

Montag, 03. Dezember 2018 | 15:17 Uhr

Der Franzose Jean-Claude Arnault, dessen Fall die Krise in der Schwedischen Akademie ausgelöst hatte, ist mit seiner Berufungsklage gescheitert. Das Berufungsgericht Svea hovrätt in Stockholm verurteilte den Theaterregisseur am Montag zu zweieinhalb Jahren Gefängnis. Die Richter sahen es als erweisen an, dass Arnault eine Frau 2011 zweimal vergewaltigt hatte.

In erster Instanz war der 72-Jährige wegen einer Vergewaltigung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte die Vorwürfe stets bestritten.

Auch andere Frauen hatten Arnault vorgeworfen, sexuell übergriffig geworden zu sein. Zur Anklage kam schließlich nur der Fall der zweifachen Vergewaltigung einer Frau. Die Vorwürfe gegen Arnault waren Auslöser für einen Streit in der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt. In der Konsequenz musste die Vergabe des Preises für 2018 abgesagt werden. Arnault ist mit der Lyrikerin Katarina Frostenson verheiratet, die Mitglied der Akademie ist.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz