Monika Grütters sieht die Entwicklung positiv

Kulturministerin vor Berlinale froh über Frauen-Präsenz

Sonntag, 03. Februar 2019 | 12:57 Uhr

Kurz vor dem Start der 69. Berlinale am Donnerstag (7. Februar) freut sich die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) über die starke Präsenz von Frauen beim heurigen Festival. Schließlich hätten nicht nur sieben von 17 Wettbewerbsbeiträgen Regisseurinnen, sondern auch die Retrospektive sei den Frauen gewidmet: “49 Filme von 49 Regisseurinnen – das finde ich großartig.”

Für Grütters ist dies ein Zeichen der Klasse des scheidenden Festival-Chefs Dieter Kosslick, das das Engagement für mehr Chancengleichheit für Frauen in Kultur und Medien ergänze. “Es zieht sich ein schöner roter weiblicher Faden durch diese Berlinale”, sagte sie. “Mit Charlotte Rampling bekommt eine tolle Frau den Ehrenbären, mit Juliette Binoche ist eine tolle Frau Präsidentin der Jury”.

Zugleich freute sich Grütters nicht nur über die Frauen, sondern auch einen Bären: So ist eine Originalskulptur der Bildhauerin Renee Sintenis aus dem Bestand der Nationalgalerie in das Grütters-Büro im Kanzleramt übersiedelt. Die 1932 geschaffene Skulptur wird beim Festival jährlich als Goldener Bär für den besten Film sowie Silberne Bären etwa für Darsteller, Regie oder Drehbuch vergeben.

Weniger Grund zur Freude hat indes der mit der heurigen Ausgabe scheidende Berlinale-Direktor Kosslick mit einer anderen Art von Präsent: Er bekomme viel Abschiedspost – zögere aber das Lesen noch hinaus und sammle alles in einer Mappe, verriet er der dpa: “Ich lese dann immer nur die ersten zwei, drei Zeilen.” Dann sage er sich: “Nee nee, das mache ich, wenn es vorbei ist.”

Von: APA/dpa

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