Das Motto "Tutti Frutti" auf dem Laufsteg in Berling

Lena Hoschek mixte in Berlin einen tropischen Fruchtcocktail

Mittwoch, 04. Juli 2018 | 10:29 Uhr

Die Grazer Kleidermacherin Lena Hoschek hat ihrem Publikum bei der Fashion Week Berlin Appetit gemacht: Auf Urlaub in sonnigen Gefilden, exotische Cuisine und fröhlich-bunte Textilien. Unter dem Motto “Tutti Frutti” wurde Dienstagnachmittag im ewerk, dem Hauptveranstaltungsort der deutschen Modewoche, eine Kollektion voller Ferien-Feeling gezeigt.

Hoschek hat für Frühling und Sommer 2019 einen Fashion-Cocktail lebendiger Farben gemixt, mit maritimen Streifen und vielen tropischen Motiven wie Palmenblättern, Blüten und Prints süßer Früchtchen von Apfel bis Papaya. “Obstmärkte ziehen mich immer magisch an”, verriet die Designerin. “Die Düfte, die Farben, das Flair – für mich nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch ein wahrer Augenschmaus und Inspiration mit allen Sinnen.”

“Urlaub” riefen leichte Wickelkleider mit romantischen Rüschen. Durchaus bürotauglich fielen wieder die figurbetonten Bleistiftröcke aus, die diesmal in einen schwingenden Saum übergingen und ein bisschen an Meerjungfrauen denken ließen. Auf T-Shirts prangten bunte Papageien, auf knappen Sommerstrickpullis ganze Bananenbündel, außerdem gab es bauchfreie und unter der Brust geknotete Tops. Carmen-Blusen kombinierte Hoschek zu Maxiröcken mit üppigen Volants. Rüschen und Volants zogen sich durch die gesamte Kollektion, nicht nur an Rocksäumen, auch an den Carmen-Ausschnitten und Blusenärmeln wippte und wogte es. Die Farben deckten die ganze Sommersonnen-Palette vom Auf- bis zum Untergang ab – kräftiges Pink, sattes Orange und strahlendes Gelb gaben den Ton an.

Namenspatin der Kollektion ist die legendäre Kopfbedeckung der portugiesisch-brasilianischen Sängerin und Schauspielerin Carmen Miranda. Sie war in ihrer Hollywood-Paraderolle als temperamentvolle Exotin samt “Tutti-Frutti-Hut” in den vierziger und fünfziger Jahren ein Weltstar. Ergänzt wurden die Modelle auf dem Laufsteg durch verspielte, mit Quasten verzierte geflochtene Korbtaschen. Die Models trugen große Creolen und ins Haar geknotete Tücher oder Pferdeschwanz mit Schleifchen.

Den Applaus nahm Hoschek am Laufsteg in Empfang, indem sie sich, ganz im Sinne ihrer Gute-Laune-Entwürfe, mit einem kurzen Tänzchen von den Besuchern verabschiedete. Als 24-Jährige hat sie im November 2005 in der Grazer Altstadt ihr Label gegründet. Mit von Vintage-Looks inspirierten, die Sanduhr-Silhouette betonenden Entwürfen ist sie mittlerweile eines der erfolgreichsten Aushängeschilder der österreichischen Modebranche und seit Jahren “Stammgast” auf der Fashion Week Berlin.

Von: apa

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