Pferdeluftballons in ihrem Element

Luftballonpferde erfreuten 2.000 Gäste bei Fete Imperiale

Samstag, 30. Juni 2018 | 06:48 Uhr

Mit vier Walzer tanzenden Pferden, einem “Interview” zwischen Mensch und Tier und viel Europa hat die neunte Fete Imperiale in der Spanischen Hofreitschule am Freitagabend aufgewartet. 2.000 Gäste ließen sich den Sommerball in der mit schwarz-weißen Karos ausgelegten Winterreitschule nicht entgehen. Dank ausbleibender Hitze hatte die Klimaanlage diesmal nicht viel zu tun.

Nach dem Schaulauf samt Promi-Beteiligung am “Green Carpet” startete um 21.45 Uhr schließlich die feierliche Eröffnung der Fete. Wegen der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft Österreichs stand das Event heuer ganz im Zeichen Europas. Die Debütantinnen trugen folglich blaue Schärpen mit goldenen Sternen. An der Decke der ehrwürdigen Halle drehten sich ebenfalls projizierte Sterne. Und am Schluss des rund dreiviertelstündigen Spektakels erklang schließlich die Europahymne.

Davor ließ man sich zwecks Unterhaltung der Besucher ein paar Showelemente einfallen. Moderator Alfons Haider “interviewte” den Hengst Maestoso Superba per “Live-Schaltung”. Sprich: Dank kurzer an die Leinwand geworfener Clips des offenbar gerade Futter kauenden Lipizzaners, der von einer Männerstimme “synchronisiert” wurde, ergab sich mehr oder weniger ein “Gespräch”. Ganz entzückt war das Publikum auch von den “Inflatable Horses” – vier von innen beleuchteten Riesen-Pferdeluftballons, die dank menschlicher Führung Walzer tanzten und zum Radetzkymarsch durch den Saal galoppierten.

Inzwischen Tradition hat bei der Fete auch die Verleihung des “Prix d’Ecole Espagnole d’Equitation de Vienne” für Verdienste rund um den Reit- und Pferdesport. Er ging dieses Jahr an die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die sich sichtlich freute und zugleich bedauerte, dass Deutschland über keine Kavallerie mehr verfüge: “Ich würde sie hegen und pflegen.” Sie würdigte die “fantastischen Lipizzaner” und versicherte: “Ich kann mich nur verbeugen vor dieser Tradition.”

Von: apa