Prinzessin Märtha wünschte sich ein normales Leben

Märtha Louise von Norwegen wollte keine Prinzessin sein

Mittwoch, 15. August 2018 | 14:10 Uhr

Märtha Louise von Norwegen hat nie eine Prinzessin sein wollen. “So wie Millionen kleiner Mädchen, die das Leben einer Prinzessin nur aus Büchern, Filmen oder Geschichten kennen, davon träumen, eine Prinzessin zu sein, träumte auch ich von einem völlig anderen Leben: Ich wollte normal sein, wie alle anderen”, sagte die 46-Jährige dem “Zeit”-Magazin laut Vorabmeldung vom Mittwoch.

“Wie sich das Leben einer Prinzessin anfühlt, wusste ich ja”, sagte die Prinzessin. “Und in diesem Leben habe ich mich nie wohlgefühlt.” Als kleines Mädchen habe sie sich oft vorgestellt, “dass irgendwann meine echten Eltern auftauchen würden – ganz normale Menschen mit ganz normalen Berufen wie Zahnarzt oder Lehrer”.

Als Prinzessin ziehe man von Beginn an öffentliches Interesse auf sich und werde mit großen Erwartungen konfrontiert, betonte die 46-Jährige, die 2002 nach ihrer damaligen Heirat mit einem bürgerlichen Schriftsteller auf ihr Prädikat “Königliche Hoheit” verzichtet hatte.

“Ich habe mich lange bemüht, diesen Erwartungen gerecht zu werden, die Person zu sein, die ich sein sollte – aber das ist mir nicht gelungen”, sagte die Prinzessin. “Es war sehr anstrengend für mich und hat mich letztlich überfordert.”

Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald V. und Königin Sonja von Norwegen und die Schwester des Thronfolgers Haakon. Die dreifache Mutter ist ausgebildete Physiotherapeutin und leitet ein Schulungszentrum für spirituelle Heilung.

Von: APA/ag.