Raabe: "MeToo-Alarm" bei einigen Textzeilen

Max Raabe singt einige Lieder nicht mehr

Dienstag, 11. Februar 2020 | 09:08 Uhr

Der deutsche Sänger Max Raabe (57) singt einige seiner Lieder aus politisch-gesellschaftlichen Gründen nicht mehr. Stücke, die er früher mit großer Lässigkeit vorgetragen habe, gingen heute so nicht mehr, sagte Raabe. “Da ist MeToo-Alarm in einigen Stücken.” Textzeilen wie “Ja und Nein, das kann dasselbe sein” könne man heute einfach nicht mehr aufführen.

Raabe wurde mit einem Repertoire aus Schlagern der 1920er- und 30er-Jahre und eigenen Titeln im Stil dieser Zeit bekannt. Während seines Gesangsstudiums in Berlin hat er 1986 mit Freunden von der Musikhochschule das Palast Orchester gegründet, das sich in den Folgejahren von einem Geheimtipp zum international anerkannten Show-Event entwickelte.

Seinen Durchbruch hatte der staatlich geprüfte Opernbariton 1992 mit dem Lied “Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich”. Sein jüngstes Album hat er in “Clärchens Ballhaus” in Berlin als “MTV Unplugged”-Konzert aufgezeichnet.

Von: APA/dpa