Harry und Meghan wurden neu eingekleidet

Meghan bekam in Neuseeland Maori-Umhang geschenkt

Mittwoch, 31. Oktober 2018 | 15:29 Uhr

Nach einem Berg an Babysachen hat die Herzogin von Sussex auf ihrer Pazifik-Reise auch noch ein eigenes Geschenk bekommen. Meghan ist seit Mittwoch stolze Besitzerin eines traditionellen Mantels der Maori-Ureinwohner, eines Korowai. Die 37-jährige Ehefrau von Prinz Harry bekam das Prunkstück in Rotorua auf der Nordinsel Neuseelands überreicht und legte den Umhang auch gleich um.

Bei einem Korowai handelt es sich um einen gewobenen Umhang aus Flachs mit Pfauenfedern, der in mühsamer Handarbeit hergestellt wird. Mit dem Stück für Meghan soll ihre Stellung als “mächtige Frau” betont werden. Mit solchen Umhängen durften sich auch schon andere prominente Nicht-Maori-Frauen schmücken. Königin Elizabeth II. bekam schon 1954 in Rotorua einen Korowai überreicht. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern trug dieses Jahr einen Maori-Umhang bei einem Besuch im Buckingham-Palast.

Vermutlich wurde das Hause Windsor noch nie in seiner Geschichte mit so vielen Fan-Artikeln überhäuft wie bei dieser Reise. Doch die allermeisten Gaben waren weder für den Herzog noch für seine Frau, sondern für das “Baby Sussex”. So wird der Nachwuchs, der im Frühjahr 2019 zur Welt kommen soll, mangels näherer Informationen über Geschlecht und Namen inzwischen genannt.

Das erste Geschenk gab es, kaum dass die Nachricht von der Schwangerschaft der Ex-Schauspielerin bekannt war. Der britische Generalgouverneur in Australien, Sir Peter Cosgrove, drückte dem Paar gleich zur Begrüßung ein Plüsch-Känguru samt Baby im Beutel in die Hand. Dazu gab es in kleinster Kindergröße ein Paar der typischen australischen Lammfell-Stiefel. Harry (34) feixte, Meghan (37) sagte: “So süß.” Und so nahm die Geschichte ihren Lauf.

Seither heimste das Paar Baby-Ausstattung ein, mit dem außer den Kinderzimmern des Kensington Palace auch noch viele andere gefüllt werden können. Die üblichen Strampler, Schnuller, Schnabeltassen und Krabbeldecken, aber auch Landestypisches: alle möglichen Plüsch-Versionen der australischen Tierwelt (sogar ein Echidna, ein recht sonderbarer Ameisenigel), eine Mini-Ausgabe der rot-gelben Rettungsschwimmer-Uniform, Fingerpuppen von neuseeländischen Vögeln, Rugby-Shirts mit dem Aufdruck “Baby Sussex” und diverse Süßigkeiten aus Fidschi und Tonga.

All dies nahmen die beiden mit großer britischer Höflichkeit und auch viel Herzlichkeit in Empfang – auch wenn sich ihnen der Sinn nicht immer erschloss. Wie zum Beispiel bei dem Bündel Karotten, das Meghan an einem der vielen Strände von einer Verehrerin bekam. Sie: “Oh, wie großartig.” Dann, zu ihrem Mann: “Liebling, wir haben Gemüse bekommen.” Er daraufhin: “Fantastisch.”

Auch das Großeltern-Buch “Oma Wombat” (Klappentext: “Über die Liebe und Freude, die man als Oma haben kann”) kommt wohl noch etwas zu früh. Mit dem Kinderbuch-Klassiker “Kleine Raupe Nimmersatt” oder auch mit dem Eltern-Ratgeber “Wie wir unseren Schlaf retten” können die beiden möglicherweise schneller etwas anfangen.

Was mit den Geschenken passiert, darüber schwiegen sich die beiden aus. Nach den Royals-Richtlinien dürfen sie behalten, was weniger als 150 britische Pfund (etwa 168 Euro) wert ist. Man mag sich nicht vorstellen, wie die Zimmer von “Baby Sussex” dann aussehen würden. Normalerweise geht das meiste jedoch an wohltätige Organisationen – oder wird weggeworfen. Manches kommt auch in die Sammlungen.

Für Meghan und Harry ist Neuseeland die letzte Station einer mehr als zweiwöchigen Pazifik-Tour. Davor standen schon die Stationen Australien, Fidschi und Tonga auf dem Programm. Am Donnerstag treten sie die Heimreise nach London an.

Von: APA/dpa

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