Messi entgeht vielleicht dem Knast

Messi entgeht voraussichtlich Haftstrafe in Steueraffäre

Freitag, 23. Juni 2017 | 12:49 Uhr

Fußballstar Lionel Messi entgeht voraussichtlich seiner Haftstrafe wegen Steuerbetrugs. Die Staatsanwaltschaft von Barcelona erklärte sich am Freitag bereit, die 21-monatige Haftstrafe gegen den Star des FC Barcelona in eine Geldstrafe umzuwandeln. Er soll demnach für jeden Tag seiner Strafe 400 Euro zahlen, insgesamt rund 250.000 Euro.

Messis Verteidigung hatte diese Option vorgeschlagen. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Gericht. Der 29-jährige fünfmalige Weltfußballer aus Argentinien und sein Vater Jorge Horacio waren im vergangenen Juli von einem Gericht in Barcelona wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu 21 Monaten Haft verurteilt worden. Im Mai bestätigte der Oberste Gerichtshof Spaniens die Haftstrafe gegen Messi, die Haftstrafe seines Vaters wurde auf 15 Monate gekürzt. Da Haftstrafen unter zwei Jahren in Spanien für gewöhnlich auf Bewährung ausgesetzt werden, blieben beide auf freiem Fuß.

In erster Instanz wurde Messi zudem zu einer Geldstrafe in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro, sein Vater zu weiteren 1,6 Millionen Euro verurteilt. Diese soll laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestehen bleiben.

Nach Überzeugung der Anklage sollen Messi und sein Vater mittels Scheinfirmen in Belize und Uruguay Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen haben. Dabei ging es um Einnahmen aus Bildrechten aus den Jahren 2007 bis 2009. Unter anderem warb Messi damals für Adidas, Pepsi und Danone. Beide haben ihre Steuerschuld einschließlich Zinsen – insgesamt fünf Millionen Euro – beim spanischen Fiskus bereits beglichen.

Von: APA/ag.