Die Schauspielerin bekräftigte ihren Standpunkt

“Metoo”: Nina Proll hat “kollektives Jammern satt”

Sonntag, 05. November 2017 | 14:05 Uhr

Die Schauspielerin Nina Proll hat am Sonntag in der Ö3-Sendung “Frühstück bei mir” zu ihren kontrovers diskutierten Aussagen zur Diskussion um sexuelle Belästigung Stellung genommen. “Ich habe dieses kollektive Jammern, das in dieser #metoo-Debatte entstanden ist, satt”, sagte sie laut einer ORF-Aussendung.

“Bei mir beginnt sexuelle Belästigung da, wenn die Frau ‘Nein’ sagt und der Mann macht weiter”, betonte die Schauspielerin. “Dass Frauen einander auf die Schulter klopfen und schreiben, ‘mir ist es auch passiert’ und Geschichten von vor 20 Jahren auf den Tisch legen – das schwächt uns Frauen. Die Lösung kann nur sein, dass die Frau den Mann in der Konfrontation darauf aufmerksam macht, dass es ein Übergriff ist”, wurde die 43-Jährige zitiert.

Mit ihrem Posting zur #metoo-Debatte, bei der Frauen weltweit ihre Erlebnisse von sexueller Belästigung outen, hatte Proll sehr polarisiert. Sie schrieb unter anderem, dass das Bild “Frauen sind Opfer, Männer Täter” differenziert gehöre und dass sie “sexuelle Annäherungsversuche eines Mannes als grundsätzlich erfreulich empfindet”.

“Wenn ein Produzent den Sex als Bedingung machen sollte, damit eine Schauspielerin eine Rolle bekommt, dann ist das ein flegelhaftes Verhalten und er ein Trottel, aber es ist keine kriminelle Handlung”, meinte Pröll in der Sendung. “Ich würde mit so einem Menschen aus eigenem Interesse nicht arbeiten wollen, da verzichte ich freiwillig auf die Rolle”, sagte sie und sparte auch nicht mit Kritik an nicht näher genannten Kolleginnen, die “sich auf Schöße setzen und hinterher behaupten, sie sind sexuell belästigt worden”.

Von: apa

Kommentare

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10 Kommentare auf "“Metoo”: Nina Proll hat “kollektives Jammern satt”"


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geronimo
geronimo
Superredner
18 Tage 16 h

Recht hat Nina Proll! Wenn einer blöd kommt ihm sofort auf die Finger klopfen und ihm die Grenzen aufzeigen! Jammern hilft nicht.

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
18 Tage 13 h

gut, dass auch Frauen ihren Artgenossinnen die Grenzen aufzeigen.

fanalone
fanalone
Tratscher
18 Tage 13 h

Kollektives Jammern ist ein passender Begriff für diese bescheuerte metoo Kampagne

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
18 Tage 14 h

Frauen sollen gleich die Grenzen aufzeigen!
Männer sollen gleich wissen, dass man das einfach nicht tut!

RedSonja
RedSonja
Neuling
18 Tage 12 h

Endlich! Bravo Nina! Bin ganz Ihrer Meinung! Wenn das so weiter geht mit ” vor 10 jahren hat er mich am knie berührt…”, dann kann es passieten, dass man den richtigen Opfern sexuellen Missbrauchs nicht mehr glaubt!
Und noch was: was ist eigentlich mit sexueller Belästigung Männern gegenüber? Von dem wird nie gesprochen… Und das sage ich als Frau, die gerne wahrgenommen wird 🙂

topgun
topgun
Neuling
18 Tage 11 h

Und am besten finde ich jene “werten Damen”, die vor Jahren hundertausende Schweigegeld angenommen haben, und jetzt doch an die Öffentlichkeit gehen…

ahiga
ahiga
Tratscher
18 Tage 9 h

…endlich…spricht hier jemand fakt.!!!
das gejammere war ja nimmer zum aushalten….

Baduila
Baduila
Tratscher
18 Tage 11 h

So luetig ist es nicht. Unserer Greisslerin, der Frau Pospisil, hat vor 10 Jahren der Fleischer, Herr Nawratil, in die Augen geschaut und seit damals ist die Arme traumatisiert. Da sie der englischen Sprache nicht mächtig ist kann sie an mee2 auch nicht teilnehme2n 😉

Staenkerer
18 Tage 8 h

bravo! entlich a frau de sich traut klartext zu redn!
de tussis de viel wirbel um nix mochn oder gor lügen und damit an monn um den guten ruf bringen ghearn onständig gstroft!

Evi
Evi
Tratscher
17 Tage 23 h

Frau Proll hat ausgesprochen, was ich mir schon lange denke!

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