Vorwürfe gegen den US-Sänger R. Kelly

Nach Missbrauchsvorwürfen – Spotify löscht R. Kelly-Songs

Donnerstag, 10. Mai 2018 | 22:15 Uhr

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen R. Kelly löscht der Streamingdienst Spotify die Musik des R&B-Sängers aus seinen Playlisten. Seit Donnerstag tauchen seine Titel nicht mehr in den von Spotify gepflegten Listen auf, wie das Magazin “Billboard” unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher berichtete. Verfügbar bleibe die Musik des dreifachen Grammy-Gewinners aber weiterhin.

R. Kelly hat weltweit mehr als 40 Millionen Alben verkauft. Hintergrund des Schritts ist eine neue Richtlinie bei Spotify zu Hassinhalten und gewalttätigem Verhalten der Künstler. Danach kann sexuelle Gewalt oder Gewalt gegen Kinder eines Künstlers “beeinträchtigen, wie wir mit diesem Künstler zusammenarbeiten”, heißt es darin.

Zu den beliebtesten Playlisten bei Spotify zählt der sogenannte “Mix der Woche”. Diese Zusammenstellung beruht auf Titeln, die der jeweilige Nutzer und andere Nutzer mit vergleichbaren Vorlieben hören. In dieser und anderen Playlisten soll die Musik von R. Kelly nun nicht mehr auftauchen. “Seine Musik wird im Dienst weiter verfügbar sein, aber Spotify wird sie nicht aktiv bewerben”, teilte der Sprecher mit. Die Auswahl des Spotify-Programms solle “unsere Werte reflektieren”, eine Zensur solle es aber nicht geben.

Die Anschuldigungen gegen den 51-Jährigen reichen bis ins Jahr 1994 zurück. Seitdem haben ihm mehrere Frauen vorgeworfen, sie sexuell genötigt oder emotional missbraucht zu haben und einen “Sex-Kult” zu betreiben. Verurteilt wurde er wegen keinem der Vorwürfe, die er mehrfach zurückgewiesen hat. Auch wegen der Kampagne #MuteRKelly seiner Kritiker hat der Druck auf R. Kelly zuletzt aber zugenommen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Nach Missbrauchsvorwürfen – Spotify löscht R. Kelly-Songs"


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ITler
ITler
Tratscher
10 Tage 12 h

Ich bin ja absolut kein Fan von ihm, hab aber nicht mitbekommen dass er bereits SCHULDIG gesprochen wurde. Macht das einer bei Spotify intern? Falls ja, dann womöglich noch eine Frau oder? 😉

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
10 Tage 10 h

Leider reicht momentan ein Vorwurf für die Verurteilung. Die Zeiten sind vorbei, als man als
Das passiert, wenn soziale Medien bestimmen, was Recht ist und was nicht.
Ab 2 Millionen Dislikes gibt’s lebenslänglich.

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