Besson weist Vorwürfe als "frei erfunden" zurück

Negative Drogen-Tests bei möglichem Besson-Missbrauchsopfer

Montag, 28. Mai 2018 | 18:54 Uhr

Bei der Schauspielerin, die dem französischen Regisseur und Produzenten Luc Besson Vergewaltigung vorwirft, haben Ermittler keine Hinweise auf Drogen gefunden. Toxikologische Tests von Blut und Haaren seien negativ verlaufen, hieß es am Montag aus Ermittlerkreisen in Paris. Die 27-Jährige hatte Besson wegen Missbrauchs angezeigt, sein Anwalt wies die Vorwürfe als “völlig frei erfunden” zurück.

Die Frau hatte bei der Polizei ausgesagt, bei einem Treffen mit dem 59-Jährigen in einem Pariser Hotel vor eineinhalb Wochen Tee getrunken und sich danach krank gefühlt zu haben. Außerdem habe sie das Bewusstsein verloren. Die Untersuchungen von Blut und Haaren sollten dabei helfen, den Sachverhalt aufzuklären.

Die Schauspielerin hatte weiter angegeben, seit etwa zwei Jahren eine intime Beziehung zu Besson unterhalten zu haben, zu der sie sich aus beruflichen Gründen gezwungen gefühlt habe. Sein Anwalt hielt dem entgegen, der Regisseur kenne die Identität der Frau, habe sich jedoch niemals unangemessen ihr gegenüber verhalten.

Öffentlich wurde der Vergewaltigungs-Vorwurf gegen Besson Mitte Mai zum Abschluss des internationalen Filmfestivals in Cannes, das in diesen Jahr ganz im Zeichen der #MeToo-Debatte um sexuelle Gewalt gegen Frauen stand. Besson wurde international unter anderem mit Filmen wie “Im Rausch der Tiefe” von 1988 und “Leon – Der Profi” von 1994 bekannt. Für seine Regiearbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Von: APA/ag.

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