Es wird Dominique Meyers letzter Opernball als Staatsoperndirektor

Opernball heuer unter Regentschaft der Königin der Nacht

Dienstag, 14. Januar 2020 | 13:54 Uhr

Der Wiener Opernball am 20. Februar steht ganz unter der Regentschaft der Königin der Nacht. Gemäß ihrem Konzept “Alles Oper” hat Organisatorin Maria Großbauer die gefährlich-glanzvolle Figur aus der Oper “Die Zauberflöte” von Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt gerückt. “Sie wird omnipräsent sein”, sagte Großbauer bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

“Wir möchten unsere Gäste an Ort und Stelle und vor den TV-Bildschirmen mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der sternflammenden Königin mitnehmen”, sagte die Organisatorin. Die Figur findet sich bei den Blumendekorationen wieder, bei den Lichterketten an den Logen, bei den Debütantinnensträußchen, bei der Ouvertüre während der Eröffnung, am Opernball-Plakat, beim Opernball-Eis “und so weiter bis hin zur Opernball-Disco”. “Da magisch, dort mächtig, mal glanzvoll, mal gefährlich”, so Großbauer.

Die Eröffnung des 64. Opernballes ist erneut hochkarätig besetzt. Es singt die Sopranistin Aida Garifullina (“Sempre libera” aus “La traviata”) sowie der Startenor Piotr Beczala (“E lucevan le stelle” aus “Tosca”). Gemeinsam sind sie dann mit “Tanzen möcht’ ich” aus “Die Csardasfürstin” zu hören. Dazu spielt das Wiener Staatsopernorchester unter der Leitung von Spitzendirigent Daniel Harding.

Unter Debütanten findet sich heuer mit zwei Damen erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar. “Wir sind nicht mehr im 19. Jahrhundert”, unterstrich Staatsoperndirektor Dominique Meyer. Die Debütantinnen würden die Kleiderordnung (eine Dame ein weißes Kleid, die andere Dame einen schwarzen Frack, Anm.) und die Linkswalzer-Vorgabe respektieren. “Für mich ist damit alles in Ordnung”, so Meyer. Aber natürlich wolle man auch ein “klares Zeichen gegen Homophobie” setzen.

Die Verantwortung für den Auftritt der Debütanten liegt zum zweiten Mal ganz in der Hand der oberösterreichische Tanzschule Santner. Nach der ersten Hebefigur bei der Eröffnung 2019 hält auch die diesjährige Choreographie eine Neuerung bereit: Erstmals werden Debütanten auch singen – und zwar den international verständlichen Text “Lalala” im Chor bei der Bauernpolka von Johann Strauß (Sohn).

Im Inneren der Oper strahlen heuer aber nicht alleine die von Christian Lacroix gestalteten Debütantinnen-Tiaren: Sternförmige Logengestecke mit Lichterketten aus 15.000 Lämpchen werden im großen Ballsaal den Eindruck eines leuchtenden Sternenhimmels erwecken.

Üppig wird der Blumenschmuck, der in den Nachtgarten der Königin der Nacht entführen soll. “Dunkel, mystisch, ausdrucksstark”, wie Großbauer unterstrich. Dafür werden in den Bouquets Rosen, Hortensien, Nelken, Calathea, Anthurien, Monstera, Eukalyptus und Pampasgras in den Farben Lila und Dunkelviolett arrangiert.

Geheimnisvoll wie die Königin der Nacht ist heuer eine Bar, deren genaue Location von den Organisatoren geheim gehalten wird. Erst am Ballabend werden in verschiedenen Räumen richtungsweisende Einladungen aufliegen. Aber selbst, wenn man den Ort herausgefunden hat, bleibt die Türe noch verschlossen. Diese öffnet sich mit nämlich nur mit einem Codewort, inspiriert durch das 250. Geburtstagsjubiläum Ludwig van Beethovens. “Ein kleiner Tipp: Es hat mit seiner Oper zu tun”, verriet Großbauer.

Abschied nehmen heißt es von Dominique Meyer, der am 20. Februar zum letzten Mal in seiner Funktion als Staatsoperndirektor den Ball besuchen wird. “Es hat sich in zehn Jahren viel verändert”, bilanzierte er. Vor allem sei es ihm gemeinsam mit seinen Mitarbeitern gelungen, dass die Künstler des Hauses im Mittelpunkt stehen. “Der Opernball ist ein Künstlerball”, freute sich der scheidende Direktor. Als Gast werde er das Society-Spektakel künftig eher nicht besuchen. “Das Kapitel ist abgeschlossen.”

Das Fest hat auch wieder einen caritativen Zweck: Wie in den Vorjahren werden für die Gruft und die Organisation Superar Spenden gesammelt. Bisher konnten über 100.000 Euro eingenommen werden.

Neuerungen gibt es bei den ORF-Moderatoren: Neben Alfons Haider und Mirjam Weichselbraun ist erstmals Teresa Vogl mit dabei. Das Programm von ORF2 steht ab 20.15 Uhr im Zeichen des Society-Spektakels.

Von: apa

Es wird Dominique Meyers letzter Opernball als Staatsoperndirektor

Opernball heuer unter Regentschaft der Königin der Nacht

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Der Wiener Opernball am 20. Februar steht ganz unter der Regentschaft der Königin der Nacht. Gemäß ihrem Konzept “Alles Oper” hat Organisatorin Maria Großbauer die gefährlich-glanzvolle Figur aus der Oper “Die Zauberflöte” von Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt gerückt. “Sie wird omnipräsent sein”, sagte Großbauer bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

“Wir möchten unsere Gäste an Ort und Stelle und vor den TV-Bildschirmen mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der sternflammenden Königin mitnehmen”, sagte die Organisatorin. Die Figur findet sich bei den Blumendekorationen wieder, bei den Lichterketten an den Logen, bei den Debütantinnensträußchen, bei der Ouvertüre während der Eröffnung, am Opernball-Plakat, beim Opernball-Eis “und so weiter bis hin zur Opernball-Disco”. “Da magisch, dort mächtig, mal glanzvoll, mal gefährlich”, so Großbauer.

Die Eröffnung des 64. Opernballes ist erneut hochkarätig besetzt. Es singt die Sopranistin Aida Garifullina (“Sempre libera” aus “La traviata”) sowie der Startenor Piotr Beczala (“E lucevan le stelle” aus “Tosca”). Gemeinsam sind sie dann mit “Tanzen möcht’ ich” aus “Die Csardasfürstin” zu hören. Dazu spielt das Wiener Staatsopernorchester unter der Leitung von Spitzendirigent Daniel Harding.

Unter Debütanten findet sich heuer mit zwei Damen erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar. “Wir sind nicht mehr im 19. Jahrhundert”, unterstrich Staatsoperndirektor Dominique Meyer. Die Debütantinnen würden die Kleiderordnung (eine Dame ein weißes Kleid, die andere Dame einen schwarzen Frack, Anm.) und die Linkswalzer-Vorgabe respektieren. “Für mich ist damit alles in Ordnung”, so Meyer. Aber natürlich wolle man auch ein “klares Zeichen gegen Homophobie” setzen.

Die Verantwortung für den Auftritt der Debütanten liegt zum zweiten Mal ganz in der Hand der oberösterreichische Tanzschule Santner. Nach der ersten Hebefigur bei der Eröffnung 2019 hält auch die diesjährige Choreographie eine Neuerung bereit: Erstmals werden Debütanten auch singen – und zwar den international verständlichen Text “Lalala” im Chor bei der Bauernpolka von Johann Strauß (Sohn).

Im Inneren der Oper strahlen heuer aber nicht alleine die von Christian Lacroix gestalteten Debütantinnen-Tiaren: Sternförmige Logengestecke mit Lichterketten aus 15.000 Lämpchen werden im großen Ballsaal den Eindruck eines leuchtenden Sternenhimmels erwecken.

Üppig wird der Blumenschmuck, der in den Nachtgarten der Königin der Nacht entführen soll. “Dunkel, mystisch, ausdrucksstark”, wie Großbauer unterstrich. Dafür werden in den Bouquets Rosen, Hortensien, Nelken, Calathea, Anthurien, Monstera, Eukalyptus und Pampasgras in den Farben Lila und Dunkelviolett arrangiert.

Geheimnisvoll wie die Königin der Nacht ist heuer eine Bar, deren genaue Location von den Organisatoren geheim gehalten wird. Erst am Ballabend werden in verschiedenen Räumen richtungsweisende Einladungen aufliegen. Aber selbst, wenn man den Ort herausgefunden hat, bleibt die Türe noch verschlossen. Diese öffnet sich mit nämlich nur mit einem Codewort, inspiriert durch das 250. Geburtstagsjubiläum Ludwig van Beethovens. “Ein kleiner Tipp: Es hat mit seiner Oper zu tun”, verriet Großbauer.

Abschied nehmen heißt es von Dominique Meyer, der am 20. Februar zum letzten Mal in seiner Funktion als Staatsoperndirektor den Ball besuchen wird. “Es hat sich in zehn Jahren viel verändert”, bilanzierte er. Vor allem sei es ihm gemeinsam mit seinen Mitarbeitern gelungen, dass die Künstler des Hauses im Mittelpunkt stehen. “Der Opernball ist ein Künstlerball”, freute sich der scheidende Direktor. Als Gast werde er das Society-Spektakel künftig eher nicht besuchen. “Das Kapitel ist abgeschlossen.”

Das Fest hat auch wieder einen caritativen Zweck: Wie in den Vorjahren werden für die Gruft und die Organisation Superar Spenden gesammelt. Bisher konnten über 100.000 Euro eingenommen werden.

Neuerungen gibt es bei den ORF-Moderatoren: Neben Alfons Haider und Mirjam Weichselbraun ist erstmals Teresa Vogl mit dabei. Das Programm von ORF2 steht ab 20.15 Uhr im Zeichen des Society-Spektakels.

Von: apa