Netrebko verlangt auch viel von anderen

Opernsängerin Netrebko: “Kann ganz schön anstrengend sein”

Montag, 14. August 2017 | 16:49 Uhr

Opernstar Anna Netrebko kann nach eigener Darstellung “ganz schön anstrengend sein”. Sie verlange viel von sich, aber auch von anderen, sagte die 45-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Wenn eine Probe nicht gut vorbereitet ist, dann muss das sofort geändert werden oder ich bin nicht mehr so nett.”

Netrebkos Ehemann Yusif Eyvazov sagte (40) in dem Doppelinterview: “Dieser ganze Primadonna-Quatsch hat nichts außerhalb der Bühne verloren. Wenn man im Supermarkt die Diva spielt, dann wird das doch lächerlich.” Am 1. September soll ihr gemeinsames Album “Romanza” erscheinen.

Die Starsopranistin sagte, dass sie beim Autofahren auf das Anhören ihrer eigenen Musik verzichtet. “Wir hören nie unsere eigenen CDs an”, sagte der 45-jährige Weltstar. Aber vielleicht werde das Paar bei seiner neuen CD eine Ausnahme machen, meinte Netrebko am Montag bei einem gemeinsamen Presseauftritt mit ihrem Ehemann in Salzburg.

Viele Songs auf dem ersten Duett-Album von Netrebko und Eyvazov stammen aus der Feder des russischen Komponisten Igor Krutoy, der auch für Andrea Bocelli Lieder geschrieben hat. “Die Menschen weinen manchmal auch gerne”, meinte Eyvazov angesichts von Songs, die auch von Trennung und Schmerz handeln.

“Aber das ist nicht unsere Geschichte”, betonte der aserbaidschanische Tenor, mit dem Netrebko seit 2015 verheiratet ist. Netrebko selber bekannte ihre große Liebe zur Operette. Die “Czárdásfürstin” habe sie als Kind auswendig gekonnt. Einen eigenen Auftritt in einer Operette schloss die Diva nicht aus. “Warum nicht? Es ist toll”, so die Russin, die seit 2006 auch einen österreichischen Pass hat und vornehmlich in Wien lebt. Aber sie liebe auch ihre zweite Heimat New York. Dort hat es ihr nicht nur die Popmusik angetan: “Ich mag Rap.”

Einen ersten Vorgeschmack auf die Duett-CD, die im September erscheint, wollen Netrebko und Eyvazov bei einem Konzert auf der Berliner Waldbühne am 31. August geben.

Von: APA/dpa

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