Statt Balletttänzerin ist Vikander die neue Lara Croft

Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander feiert 29. Geburtstag

Dienstag, 03. Oktober 2017 | 10:27 Uhr

Die schwedische Schauspielerin hat in wenigen Jahren eine steile Karriere hingelegt. Dabei wollte Alicia Vikander eigentlich Balletttänzerin werde, musste ihren Bühnentraum aber wegen diverser Verletzungen begraben. Dafür mischt sie jetzt Hollywood auf. Am 3. Oktober feiert die Oscar-Preisträgerin ihren 29. Geburtstag.

Einer ihrer Filme sorgt momentan für besonders viel Wirbel, dabei kommt er erst im Frühjahr 2018 in die Kinos. Alicia Vikander ist die neue Lara Croft und tritt damit in die Fußstapfen von Angelina Jolie. Seitdem geht es in den sozialen Netzwerken rund, ereifern sich Befürworter und Gegner.

Einen ersten Eindruck, wie sich die Schwedin in dem Reboot der Videogame-Reihe schlägt, vermittelt der vor kurzem veröffentlichte erste Trailer, in dem man eine vor allem ziemlich durchtrainierte Alicia Vikander zu Gesicht bekommt, die für ihre Rolle ganz schön geschuftet hat.

“Ich liebe das Popcorn-Kino. Action-Szenen auf diesem Level habe ich bisher nicht einmal ansatzweise gedreht”, sagte Vikander dem Magazin “Elle”, das die Schauspielerin im August auf das Cover hievte. “Ich fühle mich wieder wie beim Tanzen – das Training, diese Intensität.”

Action-Luft hat Alicia Vikander bereits als Gegenspielerin von Matt Damon in dem Agenten-Thriller “Jason Bourne” (2016) schnuppern können, auch wenn sie nicht selbst im Zentrum der Klopperei stand.

In rund 20 internationalen Spielfilmen aber hat die schöne Schwedin gezeigt, dass sie eigentlich alles spielen kann. Einige Jahrhunderte hat sie dabei schon abhaken können.

“Tulpenfieber” (2017) führte sie ins von Blumen besessene Amsterdam des 17. Jahrhunderts, wo sie sich in einen jungen Maler verliebt. “Die Königin und ihr Leibarzt” (2012), ein Mix aus Historienthriller und Love Story, spielte im späten 18. Jahrhundert und die Tolstoi-Verfilmung “Anna Karenina” (2012) ist im 19. Jahrhundert angesiedelt. Als wunderschöne Roboterfrau Ava verschlug es sie in dem Science-Fiction-Thriller “Ex Machina” (2014) sogar in die Zukunft.

In den Hollywood-Olymp aber stieg sie mit “The Danish Girl” (2015) auf. Das bewegende Transsexuellendrama beruht auf einer wahren Geschichte. Einar Wegener (Eddie Redmayne) ist im Kopenhagen der 1920er Jahre ein erfolgreicher Maler und glücklich verheiratet mit seiner Frau Gerda (Alicia Vikander), ebenfalls Künstlerin. Als er für sie in Kleidern Modell steht, entdeckt Wegener seine Neigung, als Frau leben zu wollen.

Vikander spielt Gerda mit allen Facetten, verführerisch, fassungslos, verzweifelt, verständnisvoll und vor allem als starke, treue Begleiterin bis zum bitteren Ende von Einars/Lilis Selbstfindung. Alicia Vikander wurde dafür als beste Nebendarstellerin mit einem Oscar ausgezeichnet.

Das war ein großer Abend für Alicia Vikander, die sich aber an nichts mehr erinnern kann. “Zum Großteil ist meine Erinnerung verwischt. Das war eine der surrealsten Erfahrungen, die ich jemals hatte”, sagte sie der “Berliner Morgenpost”. Von dem Moment, in dem sie auf die Bühne gegangen sei, wisse sie gar nichts mehr. “Da ist eine Leerstelle. Ich weiß nur noch, dass ich dann in ein kleines grünes Zimmer geführt wurde, und da haben wir dann stundenlang getanzt. Das hat am meisten Spaß gemacht.”

Ihr liebster Film aber ist vielleicht “Liebe zwischen den Meeren” (2016). Bei den Dreharbeiten zu dem – allerdings gefloppten – Melodram lernte sie ihren Kollegen Michael Fassbender kennen und lieben. Inzwischen gibt es Gerüchte, dass die beiden demnächst heiraten könnten.

Von: APA/dpa