Historische Pilgerroute in 50 Tagen mit Tieren zurückgelegt

Papst begrüßt drei Pilger aus Südtirol samt Lamas

Mittwoch, 11. April 2018 | 12:50 Uhr

Der Papst hat bei der Generalaudienz am Mittwoch drei Pilger aus Südtirol und Deutschland begrüßt, die mit ihren Lamas auf einem historischen Pilgerweg, der Via Romea Germanica, den Weg von Oberbozen nach Rom zurückgelegt haben. Die Via Romea Germanica, 1256 erstmals urkundlich erwähnt, war viele Jahrhunderte lang der wichtigste Pilgerweg von Deutschland und Österreich in die Ewige Stadt.

Walter Mair, Lamazüchter vom Kaserhof in Oberbozen am Ritten, sowie der Rechtsanwalt Thomas Burger und der Manager Thomas Mohr aus Deutschland, legten mit den Zuchthengsten Shaquiri, Tinto und Buffon in 50 Tagen die 700 Kilometer lange Strecke zurück. Die Pilgerreise hatte am 20. Februar begonnen.

Die Lamas wurden zur Attraktion für die 22.000 Menschen, die sich am Mittwoch zur Generalaudienz auf dem Petersplatz versammelt hatten. Der Papst schüttelte den drei Pilgern die Hände. Dem Pontifex überreichten sie ein Käppchen und weiße Socken aus Lamawolle. Die Lamas stammen ursprünglich aus Argentinien, dem Heimatland des Papstes.

Die Lamas hatten bereits am Dienstag bei ihrer Ankunft in Rom für Aufsehen gesorgt. Sie wurden von Touristen unweit des Kolosseums und in der Innenstadt fotografiert. Die Pilger wurden vom italienischen Premier Paolo Gentiloni empfangen, der den Sommer oft in Oberbozen am Ritten verbringt.

Von: apa

Bezirk: Bozen