Gute-Laune-Auftakt mit Fiva

Perfekter Start von Rapperin Fiva beim Frequency

Mittwoch, 16. August 2017 | 17:40 Uhr

Mit dem Song “Das Beste ist noch nicht vorbei” hat am Mittwoch Fiva aka Nina Sonnenberg den Festivalmotor am VAZ-Gelände in St. Pölten angeworfen. Gemeinsam mit der Jazzrausch Bigband beging die Münchner Rapperin den idealen und groovelastigen Start in den zweiten Tag des Frequency Festivals. Musiker aus Großbritannien dominierten heute jedoch, etwa Bear’s Den als zweiter Act auf der Space Stage.

Doch erst einmal gab es dank Fiva x JRBB einen für das Frequency ungewöhnlichen Auftakt mit Streichern, der dann auf der Hauptbühne in beschwingten Bigband-Sound mündete. Einen “wunderschönen guten Morgen” wünschte Rapperin Nina Sonnenberg ihrem Publikum am Nachmittag. Gute Laune war jedenfalls das Motto der einheitlich mit roten Jacken bekleideten Combo, die einen eingängigen Mix aus Soul, Hip Hop und Reggae vorlegte, der äußerst begeistert angenommen wurde.

Beim Song “Goldfisch” steuerte dann noch Kevin Andre seine Stimme bei, ein beherztes Saxofon-Solo und der druckvolle Follower “Einen Sommer lang nur tanzen” waren dann in Summe die Zutaten dafür, dass der Opener als Idealbesetzung bezeichnet werden konnte. Noch war das Publikum nicht sehr zahlreich vorhanden, dafür aber von Anfang an begeistert.

Gediegenen und eingängigen Indierock lieferten die Briten Bear’s Den als zweiter Act auf der Hauptbühne, der Space Stage. Ein wirkliches Highlight war die wertekonservative Gitarrenkost dann aber doch nicht. Der Zuschauermagnet war am späten Nachmittag auch die Green Stage, wo sich Clean Bandit, ebenfalls Briten, angesagt hatten. Die seit neun Jahren tätige Formation um die Frontfrau Grace Chatto zielte mit ihrem Elektropop direkt auf den Dancefloor und brachte so zumindest einige der Zuschauer in Bewegung.

Die Mehrheit schonte sich am Anfang jedoch noch, oder ließ sich von einem jungen Herren im Giraffenkostüm umarmen, der “free hugs” im Angebot hatte. Das Gelände füllte sich währenddessen stetig mit weiteren Besuchern, die bei leichtem Wind und knapp 25 Grad ideale Festival-Bedingungen vorfanden.

Musikalisch wird am zweiten Tag jedenfalls noch einiges geboten, wobei Abwechslung das Motto ist. Während als Hauptact Placebo bei ihrem bereits sechsten Frequency-Auftritt auf der Space Stage kurz vor Mitternacht von Bilderbuch abgelöst werden, wartet im Indoor-Bereich auf der Weekender Stage der dem Straight-Edge-Lebensstil frönende US-Rapper Vince Staples und danach der österreichische Cloud-Rap-Zampano Yung Hurn.

Von: apa