Mathea träumt von sich als Headlinerin am Donauinselfest

Popsängerin Mathea hat Großes vor: “Alles oder nichts”

Mittwoch, 17. April 2019 | 09:29 Uhr

Ein Popstar aus dem kleinen Salzburger Ort Bruck an der Glocknerstraße: Mathea Höller hat in den vergangenen Wochen für reichlich Furore gesorgt. Als Mathea stürmte sie die Spitze der heimischen Charts, kann sich über Millionen Spotify-Klicks freuen und arbeitet eifrig an ihrer weiteren Karriere. In den kommenden Monaten stehen nicht nur etliche Auftritte an, sondern auch eine Preischance.

Begonnen hat alles mit Matheas Teilnahme an der Castingshow “The Voice of Germany” 2016. Dabei hat sie zunächst sogar eine Absage erhalten. “Sie haben mich hinters Licht geführt”, schmunzelt die gebürtige Pinzgauerin im APA-Interview. Denn nur ihre Eltern wussten Bescheid und überredeten die Maturantin, nach Berlin zu fliegen. Das sei ihr als “Trostpreis” verkauft worden. Anstatt die sogenannten “Blind Auditions” lediglich im Publikum zu beobachten, ging es dann aber doch auf die Bühne – und letztlich bis in die dritte Phase der Show.

“Ich habe immer schon gewusst, dass mir Musik liegt. Wobei ich früher eigentlich lieber Tänzerin werden wollte”, so Mathea, die das musisch-kreative BORG Gastein besucht hat. Mit dem Schulchor war sie sogar in der “Großen Chance der Chöre” im ORF dabei. Und trotzdem sei der Schritt zur professionellen Musikerin kein einfacher gewesen. “Es hat schon gedauert. In der Schule hätten sie mich wohl für deppert erklärt, wenn ich gesagt hätte: Ich will jetzt Sängerin werden.” Spätestens nach “The Voice” gab es aber kein Zurück mehr für die heute 20-Jährige. “Als ich ausgeschieden bin, dachte ich mir: Nein, das war es noch nicht. Ich will alles oder nichts.”

Die Musik ist mittlerweile jedenfalls zum Vollzeitjob geworden, der ursprüngliche Plan, in Graz Medizin zu studieren, wurde ad acta gelegt. “Wenn ich in fünf Jahren sage, dass es eine Scheißidee war, dann kann ich immer noch ein Studium beginnen”, zeigt sich Mathea pragmatisch. Bisher geht die Karriere aber auf: Ihre Debütsingle “2x” wurde im Herbst veröffentlicht, brachte sie nach ersten Achtungserfolgen dieses Frühjahr sogar bis an die Chartspitze und hat mittlerweile Goldstatus erreicht. “Zwar haben die Streams am Anfang ganz gut funktioniert, aber sonst ist nicht viel passiert. Bis wir am Ende die Radios vom Potenzial des Songs überzeugen konnten. Das ist immer noch surreal für mich.”

Ein Album ist in der Mache, zunächst will Mathea aber einzelne Tracks veröffentlichen. “Wir haben 35 bis 40 Songs, die eigentlich in den Startlöchern stehen.” Wir, das ist bei Mathea ihr erweitertes Umfeld, vor allem die Songwritingteams. Eines davon besteht aus David Slomo und Johannes Herbst, mit denen Mathea dank “2x” auch für einen Amadeus Austrian Music Award nominiert ist. Die Sparte “Songwriter des Jahres” sei “etwas Spezielles”, freut sich die Künstlerin. “Als Songwriter geehrt zu werden, wäre für uns drei ein großes Zeichen. Wir haben einfach sehr hart gearbeitet.”

Entsprechend dicht getaktet ist derzeit Matheas Leben. “Von Alltag kann man da gar nicht sprechen”, gibt sie zu verstehen. “Jeder Tag ist anders. Da gibt es viele Meetings, Zeit im Studio und mit Songwriting, alles Mögliche. Ich habe einfach gerne das Ruder in der Hand, deshalb bin ich überall dabei.” Ein wichtiger Teil sei auch Social Media, allerdings musste sich Mathea dafür teils auch überwinden. “Es ist einfach schräg, wenn du das erste Mal mit deinem Handy redest und deinen Followern erklärst, wie sie dich unterstützen können. Aber das ist heutzutage so wichtig.”

Trotz ihrer Jugend zeigt sich Mathea als äußerst professionelle und ebenso zielstrebige Künstlerin. Erste musikalische Versuche hat sie dabei schon bei kleineren Festen in Zell am See gemacht. “Dadurch habe ich mich sicher live gut entwickelt”, blickt Mathea auf diese Zeit zurück. Und dennoch: “Wenn ich meinem 15-jährigen Ich erzählen könnte, was ich jetzt in dieser kurzen Zeit schon erreicht habe, dann wäre ich wahrscheinlich schon ein bisschen stolz auf mich selber.” Das Understatement funktioniert also auch schon ganz gut.

Sehr reflektiert spricht Mathea über ihre Zeit bei “The Voice”. “Es war eine super Erfahrung, da habe ich Blut geleckt. Aber es wird dir ein verzerrtes Bild vermittelt – sowohl dem Kandidaten vom Musikbusiness, als auch dem Zuschauer. Es ist nicht so. Bei der Castingshow musst du einfach nur das machen, was sie dir sagen, alles wird für dich organisiert. Dabei ist die Realität das komplette Gegenteil. Klar war es für mich super und letztlich der Startschuss. Aber du darfst dich nicht darauf verlassen, dass da dann der große Ruhm winkt. Du musst einfach hart arbeiten.” Und wer das macht, kann auch groß träumen: “Ich will einmal Headliner am Donauinselfest sein – das kann man schon machen”, lacht Mathea selbstbewusst.

Von: apa

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