Prinz Charles warnt vor unerkannten Krebserkrankungen

Prinz Charles setzt sich im Kampf gegen Krebs ein

Samstag, 02. Januar 2021 | 15:22 Uhr

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat davor gewarnt, wegen der Corona-Pandemie im Kampf gegen Krebserkrankungen nachzulassen. Die Krankenhäuser in Großbritannien sind derzeit unter erheblichem Druck wegen der vielen Covid-19-Fälle. Wegen der hohen Auslastung des Gesundheitswesens blieben schätzungsweise 50.000 Krebserkrankungen nun unerkannt, zitierte der 72 Jahre alte Royal den Verein Macmillan Cancer Support in einem Gastbeitrag im “Telegraph” am Samstag.

Gleichzeitig habe der Verein, dessen Schirmherr Charles ist, ein Drittel seines Spendenaufkommens eingebüßt. Der älteste Sohn der Queen rief seine Landsleute dazu auf, weiter großzügig zu sein. “In vielen Fällen sind wegen der Pandemie aus Schwierigkeiten Krisen geworden, aus einem Gefühl der Isolation ist eine tatsächliche Trennung geworden – und wenn lebensnotwendige Operationen in manchen Fällen verschoben wurden, ist aus Angst Verzweiflung geworden”, schrieb Charles.

Privatsache soll indes eine mögliche erfolgte Impfung gegen das Coronavirus der britischen Queen bleiben, wie eine Sprecherin des Buckingham-Palasts am Samstag auf Anfrage in London mitteilte. Öffentliche Äußerungen dazu werde es nicht geben. Elizabeth II. hatte die Weihnachtstage gemeinsam mit Prinz Philip (99) auf Schloss Windsor verbracht und auf Familientreffen verzichtet.

Weniger Scheu vor der Öffentlichkeit hatte die dänische Königin Margrethe II. (80) gezeigt. Sie wurde an Neujahr gegen das Coronavirus geimpft, wie das dänische Königshaus am Freitagnachmittag mitteilte. Ihre zweite Dosis erhält sie demnach in rund drei Wochen. In Großbritannien wurden nach Angaben der Regierung mittlerweile eine Million Menschen gegen Corona geimpft. Von kommender Woche an soll neben dem Impfstoff von Biontech und Pfizer auch das von der Universität Oxford und dem britisch-schwedischen Konzern Astrazeneca entwickelte Präparat verabreicht werden. Bis der Anteil der Geimpften der Situation tatsächlich spürbare Erleichterung verschafft, dürften jedoch noch Wochen und Monate vergehen.

Von: APA/dpa

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