Prinz Harry ist unglücklich über den Verlauf der Dinge

Prinz Harry traurig über Umstände von Rückzug aus Königshaus

Montag, 20. Januar 2020 | 13:12 Uhr

Nach dem Tumult um den “Ausstieg” von Prinz Harry und seiner Frau Meghan aus dem britischen Königshaus hat sich der 35-Jährige erstmals persönlich geäußert: “Es erfüllt mich mit großer Traurigkeit, dass es dazu gekommen ist”, sagte er in London. Er habe aber keinen anderen Weg gesehen auf der Suche “nach einem friedlicheren Leben” für seine Familie.

Harry äußerte sich am Sonntagabend vor Unterstützern seiner Hilfsorganisation für junge Menschen mit HIV in Afrika und veröffentlichte seine Rede später im Internetdienst Instagram. Beim Verlesen seiner vorbereiteten Rede wirkte der Prinz offensichtlich angespannt und warb um Verständnis für das Vorgehen von ihm und seiner Frau Meghan. “Ich weiß, ich habe nicht immer alles richtig gemacht, aber was diese Sache betrifft, da gab es wirklich keine andere Option.”

Meghan und er hätten sich das Ganze anders vorgestellt, sagte Harry. Die Entscheidung, sich von ihrer Rolle zurückzuziehen, hätten sie nicht leichtfertig getroffen. Ihre Hoffnung sei es gewesen, die bisherigen Aufgaben für die Queen, den Commonwealth und das Militär fortzuführen, aber dabei auf öffentliche Gelder zu verzichten. “Leider war das nicht möglich”, sagte der Prinz.

Er lasse nun alles hinter sich, was er gekannt habe, in der Hoffnung auf ein friedvolleres Leben. Für seine Großmutter, die Queen, habe er aber den allergrößten Respekt, betonte Harry, der als Lieblingsenkel der 93-jährigen Monarchin gilt. “Was ich aber klarstellen möchte ist: Wir gehen nicht weg”, sagte er. Er liebe Großbritannien.

Das Paar hatte vor eineinhalb Wochen überraschend – und offenbar ohne vorher die Queen zu informieren – verkündet, sich weitgehend von seinen royalen Verpflichtungen zurückziehen und finanziell auf eigenen Füßen stehen zu wollen. Daraufhin begannen fieberhafte Beratungen im Königshaus an deren Ende der Buckingham-Palast am Samstag mitteilte, dass Harry und seine Frau Meghan nicht mehr den Titel “Königliche Hoheit” tragen und keine öffentlichen Gelder mehr erhalten werden. Die Steuermittel für die millionenteure Renovierung ihres Hauses wollen die beiden zurückzahlen.

Die finanziellen Vereinbarungen schmerzten ihn nicht, versicherte Harry. Er bedauere aber sehr, dass er im Rahmen der Einigung mit Elizabeth II. seine militärischen Titel und Schirmherrschaften abgeben müsse, die er durch seinen zweimaligen Dienst als Soldat in Afghanistan erworben hatte. Seine Hoffnung sei gewesen, nach dem Verzicht auf öffentliche Gelder weiterhin “der Queen, dem Commonwealth und meinen militärischen Vereinigungen dienen” zu können, sagte der Prinz. Doch dies sei nicht möglich gewesen.

Die Entscheidung für den Rückzug von den royalen Pflichten habe er “nicht leichtfertig” getroffen, betonte Harry. Sie sei nach monatelangen Gesprächen und jahrelangen “Herausforderungen” gefallen. “Wir hoffen auf einen Vertrauensvorschuss”, warb der 35-Jährige um das Verständnis seiner Landsleute. “Danke, dass Sie mir den Mut für diesen nächsten Schritt geben.” Zugleich bekundete Harry seinen “höchsten Respekt” für die Königin. Er sei ihr sowie der übrigen Familie “unglaublich dankbar” für die Unterstützung, die sie ihm und Meghan in den vergangenen Monaten gegeben hätten.

Harrys Vater Prinz Charles will es offenbar nicht nur bei moralischer Unterstützung belassen. Der Thronfolger plant laut einem Bericht des “Daily Telegraph” vom Montag, seinem jüngeren Sohn zumindest vorerst regelmäßig Geld zuzuschießen. Allerdings brauchen Harry und Meghan dies wahrscheinlich nicht: Der Prinz soll ein riesiges Vermögen von seiner verstorbenen Mutter Diana geerbt haben, Meghan verdiente vor der Einheirat ins britische Königshaus als Schauspielerin Millionen.

Auch Harrys Mutter Diana war nach ihrer Scheidung von Prinz Charles (71) der Titel “Königliche Hoheit” entzogen worden. Sie kam vor 23 Jahren bei einem Autounfall in Paris ums Leben, verfolgt von Paparazzi.

In Großbritannien weckt der Rückzug von Harry und Meghan Erinnerungen an einen Skandal in den 1930er-Jahren: Die US-Amerikanerin Wallis Simpson – zweimal geschieden und nicht adelig – war damals die große Liebe von König Eduard VIII. Regierung und Kirche waren allerdings strikt gegen diese Beziehung. Der König dankte 1936 schon nach weniger als einem Jahr ab, um Simpson heiraten zu können. Er wurde von einigen als ihr “Schoßhündchen” verspottet. Das Paar lebte abwechselnd in Frankreich und den USA. Auf dem Thron folgte der Bruder des Ex-Königs: Georg VI., der Vater von Königin Elizabeth II.

Von: APA/dpa

Kommentare

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18 Kommentare auf "Prinz Harry traurig über Umstände von Rückzug aus Königshaus"


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Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Tja lieber Harry, so gehts, wenn man die Frau alles entscheiden lässt!
Wäre nicht überrascht wenn Meghan den Harry in ein paar Jahren allein im Regen stehen lässt.

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Jaja, ganz schön dumm diese jungen Männer, manchmal auch die alten. Wer einer Frau blind gehorcht darf sich nicht wundern wenn er zum Schluss mit leeren Händen dasteht.

Black Lady
Black Lady
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Ich bin mir sowas von sicher,
daß Harry das noch seeeeeeeehr bereuen wird!!!!!!

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

Black….ach jetzt auf einmal.Ich wurde als altes Schnatterweib bezeichnet als ich Dies schrieb.

Targa
Targa
Superredner
1 Monat 4 Tage
Mir persönlich tut Prinz Harry leid. Es war aber voraussehbar, dass das so endet. Meghan war an dieser Entscheidung nicht ganz unbeteiligt. Sie war der Drahtzieher dieser Aktion. Sie ist eine nette Frau, aber leider keine Stütze für den Prinzen. NUR Probleme! Zuerst ihre Familie, dann ihre Star Allüren, danach die Geldverschewndung (die Windsors sind für Ihre Sparsamkeit bekannt-Prinz Charles musste Vieles finanzieren). Grossbritannien braucht keine Zweite Marie Antoinette! Die ganzen Probleme mit dem Personal, das war auch Meghans Werk. Das unprofessionelle Auftreten mit Zungestrecken bis das ständige Streicheln und Heben des Bauches während der Schwangerschaft bei öffentlichen Auftritten. Prinz… Weiterlesen »
Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 4 Tage

@ Targa
Der tut kein bisschen Leid, wenn man sich auf sowas schon einlässt dann braucht man sich nicht wundern wenns blaue Wunder gibt.Es hat nicht der Arzt verschrieben
dass man sich eine Frau suchen muß na also “hai voluto la bici ? ora pedala ” 😀

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

😫ist man nicht genug auf Seine Wünsche eingegangen??Das kann jetzt Meghan übernehmen😉😉

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Sag mal
Ich würde es so ausdrücken. Ist man nicht genug auf ihre Wünsche eingegangen? Harry wird es auf Dauer auch nicht können,…dann eben tschüss.

Grantelbart
Grantelbart
Superredner
1 Monat 4 Tage

Willkommen in der Welt der Erwachsenen! Keine königlichen Extrawürste mehr.

Leonor
Leonor
Superredner
1 Monat 4 Tage

Der arme Mann ist ihr total verfallen. Narzisten sind sehr charismatisch und eloquent. Ausstrahlung hat sie ja. Man merkt aber an ihrem ganzen Benehmen, dass sie keine Emphatie besitzt. Ihr Schauspieltalent tut noch ihr übriges, um eine Show abzuziehen. Bin gespannt, wie lange es der Blaublütler in Kanada aushält, so ganz ohne Umfeld, in das er hineingeboren wurde. Genauso wie sich Meghan nicht wirklich wohlfühlt bei den Royals, dürfte Harry keine Ahnung haben, wie es ist, ein Normalo zu sein.

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Für SEINE Rückkehr ist schon gesorgt.

mayway
mayway
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

u recht hobn sie…

Marisa
Marisa
Tratscher
1 Monat 4 Tage

So isches holt im Lebn, wenn man sich für eppes entscheidet hots holt net lei Vorteile sondrn a Nachteile. Man konn sich net lei is Beschte aussersuchn.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

wo bleiben jetzt die positivenKommentare …für Sein Handeln 🤔🤔🤔🤔

tzick
tzick
Neuling
1 Monat 4 Tage

Hoch spekuliert und viel verloren. …. Bei Otto Normalverbraucher: weniger arbeiten aber gleich viel verdienen. …. Kriegen beide eine Kündigung..

Solbei
Solbei
Superredner
1 Monat 4 Tage

Tjaa Frauen sind besser sind besser als Mann😁😁😁

Savonarola
1 Monat 4 Tage

was soll man noch sagen: happy wife, happy life!

Jo73
Jo73
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Ehrlich gesagt muss ich ja nur noch schmunzeln und schüttele den Kopf über dieses Affentheater auf dieser komischen Insel.
Die Engländer sind immer noch in ihrer nostalgisch, längst nicht mehr zeitgemäßen Staatsform – der Monarchie. Altbacken dieses “God save the Queen”-Getue. Ich kanns nicht mehr hören. Verstehe nicht, warum so viele Leute auch auf dem europ. Festland sich für den Schmarrn interessieren.

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