Thomas Quasthoff will seinen Echo behalten

Quasthoff sieht keinen Grund für Echo-Preis-Rückgabe

Samstag, 12. Mai 2018 | 11:09 Uhr

Starbariton und Jazzsänger Thomas Quasthoff will seine Echo-Preise behalten. Er habe für die Auszeichnungen hart gearbeitet und sehe keinen Anlass, sie zurückzugeben, sagte er der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Ich finde das populistisch, ich finde es dumm. Das würde ich auch Daniel Barenboim so sagen: Ich kann mich öffentlich dazu äußern, aber ich muss doch den Preis nicht zurückgeben.”

Nach der umstrittenen Echo-Verleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang hatten zahlreiche Musiker ihre Echos zurückgegeben – darunter Stardirigent Daniel Barenboim und Sänger Marius Müller-Westernhagen. Das Album der Rapper enthält Textzeilen wie “Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen” und “Mache wieder mal ‘nen Holocaust, komm’ an mit dem Molotow”.

Quasthoff, der am 3. Juli im Rahmen des Jazz Fest Wien in der Wiener Staatsoper auftreten wird, kritisierte die Entscheidung, die Rapper auszuzeichnen, hart: Dass am Holocaust-Gedenktag der Preis an die beiden vergeben worden sei, finde er “ehrlich gesagt, traurig und ganz schlimm”.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Quasthoff sieht keinen Grund für Echo-Preis-Rückgabe"


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Nobodyisperfect
14 Tage 9 h

Auch die Generäle im ersten + zweiten Weltkrieg waren Stolz auf ihre Orden! Welch zweifelhafter Ruhm … aber Echo wird in Zukunft mit Antisemitismus gleichgestellt

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