Die Queen in Feierlaune

Queen feierte 750. Gründungstag der Westminster Abbey

Mittwoch, 16. Oktober 2019 | 15:14 Uhr

Die britische Königin Elizabeth II. hat am Dienstag mit der Herzogin von Cornwall, Camilla, sowie mehr als 2.000 Mitfeiernden den 750. Weihetag der Westminster Abbey begangen. Die Kirche im Stadtzentrum von London sei ein Ort des Gottesdienstes und der Erinnerung sowie ein “Ausdruck des starken Glaubens im Herzen unserer Nation, des Commonwealth und darüber hinaus”, betonte Dekan John Hall.

Anschließend wurden in einer Prozession Gründungsdokumente des geschichtsträchtigsten Gotteshauses Englands zum Altar getragen. Die unmittelbar neben dem Westminster-Palast gelegene Westminsterabtei ist eine anglikanische Kirche, die zugleich die Krönungs- und Grablegekirche der britischen Monarchie ist und keiner Diözese, sondern direkt der Queen unterstellt ist.

Am heutigen Standort befand sich ursprünglich eine um 960 entstandene Benediktinerabtei, an deren Stelle Heinrich III. eine Kirche im Stil französischer Hochgotik errichten ließ, die am 13. Oktober 1269 eingeweiht wurde. Heinrich VIII. hob die dazugehörende Benediktinerabtei 1540 im Zuge der englischen Reform auf. Die Kirche wurde nach einer Zerstörung durch deutsche Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wiedererrichtet.

Neben den zahlreichen Ehrengräbern britischer Dichter, Musiker, Wissenschafter und Staatsmänner und dem über Jahrhunderte genutzten Krönungsstuhl der schottischen Könige ist die Westminsterabtei auch für ihr Eingangsportal bekannt: Es enthält neben Darstellungen der vier christlichen Tugenden Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Friede auch Skulpturen von zehn Märtyrern des 20. Jahrhunderts aus mehreren christlichen Konfessionen. Namentlich sind dabei P. Maximilian Kolbe, Manche Masemola, Janani Luwum, Elisabeth von Hessen-Darmstadt, Martin Luther King, Oscar Romero, Dietrich Bonhoeffer, Esther John, Lucian Tapiedi und Wang Zhiming vertreten.

Das dem Apostel Petrus geweihte Gotteshaus erhielt, analog zum “East Minster” (Münster), der im Osten Londons gelegenen St. Pauls-Kathedrale, die volkstümliche Bezeichnung “West Minster”, die infolgedessen auch für den angrenzenden Sitz des britischen Parlaments und Regierungssitzes namensgebend wurde. Nicht zu verwechseln ist die Westminster Abbey mit der 1903 errichteten Westminster Cathedral, welche die Domkirche der römisch-katholischen Erzdiözese Westminster und die katholische Hauptkirche für England und Wales ist.

Von: apa

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