Regisseur Dany Boon stammt aus Nordfrankreich

Regisseur Dany Boon steht zu seiner Herkunft

Mittwoch, 21. Februar 2018 | 11:55 Uhr

Zehn Jahre nach seinem Kino-Erfolg “Willkommen bei den Sch’tis” hat der französische Regisseur Dany Boon erneut ein filmisches Bekenntnis zu seiner Heimat abgelegt. “Man darf niemals vergessen, woher man kommt, vor allem wenn man es geschafft hat”, sagt der Nordfranzose, dessen neuer Film “La Ch’tite famille” (Die Sch’tis in Paris – Eine Familie auf Abwegen) gerade in Frankreich startet.

In dem Film, der ab dem 23. März auch in österreichische Kinos kommt, macht eine nordfranzösische Familie einen Ausflug nach Paris und wird mit den Eigenarten der Hauptstädter konfrontiert. “Deren Snobismus besteht darin, dass sie sich für intelligenter halten”, sagte Boon der Nachrichtenagentur AFP. “Aber der Film erinnert uns daran, dass der eigentliche Reichtum abseits von Ruhm und Erfolg darin besteht, sich um andere zu kümmern.”

Er selbst habe sich nie für seine proletarische Herkunft geschämt, sagt der 51-Jährige. “Aber in der Schule habe ich mich für meinen Akzent geniert, und als ich für meinen ersten Auftritt nach Paris kam, war das immer noch so.”

Boons Komödie “Willkommen bei den Sch’tis” von 2008 ist mit mehr als 20 Millionen Besuchern der bisher erfolgreichste französische Film. Sie erzählt von einem Postdirektor, der gegen seinen Willen von Südfrankreich in den Norden versetzt wird.

Von: APA/Ag.