Der Film über Hape Kerkelings Kindheit war dreinmal erfolgreich

Romy-Akademiepreise: “Der Pass” und ein “Junge” als Abräumer

Freitag, 12. April 2019 | 10:44 Uhr

Traditionsgemäß werden vor der großen Romy-Gala, die am Samstag zum mittlerweile 30. Mal über die Bühne gehen wird, die Romy-Akademiepreise verliehen. Dabei konnten sich Donnerstagabend die Macher von zwei Produktionen besonders freuen: Der Kinofilm “Der Junge muss an die frische Luft” über die Kindheit von Hape Kerkeling war dreimal, die Sky-Thrillerserie “Der Pass” zweimal erfolgreich.

Sowohl der beste männliche Nachwuchs (Julius Weckauf) als auch die Auszeichnungen für die beste Bildgestaltung (Judith Kaufmann) und die beste Regie (Caroline Link) eines Kinofilms gingen an die Komödie “Der Junge muss an die frische Luft”, die auf Kerkelings 2014 veröffentlichter Autobiografie beruht. Der mystisch angehauchte Krimimehrteiler “Der Pass” mit Nicholas Ofczarek als bärbeißigem Ermittler wurde als beste TV-Serie und für den besten Produzent im TV-Fictionbereich prämiert. Der beste Kinofilm war nach Ansicht der Akademie wiederum die eigenwillige Sexkomödie “Love Machine” mit Thomas Stipsits.

Gleich zwei Produktionen wurden als beste TV-Filme geehrt: Sowohl die gleichnamige Verfilmung von Michel Houellebecqs Roman “Unterwerfung” wie auch “Das Wunder von Wörgl” über den Versuch der Tiroler Gemeinde, die Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre mittels “Schwundgeld” zu überstehen, konnten reüssieren. Beste Kinodokumentation wurde Barbara Millers “#FemalePleasure”, das Pendant im TV-Segment Reinhold Messners “Mount Everest – Der letzte Schritt”. Ebenfalls über eine Trophäe freuen durften sich Kameramann Martin Gschlacht für seine Arbeit an David Schalkos “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” sowie “Bad Banks”-Autor Oliver Kienle, der das beste Drehbuch TV-Fiction abgeliefert hat.

Die beste Regie TV-Fiction ging wiederum an einen Fernsehklassiker: Barbara Eders “Tatort”-Folge “Her mit der Marie” brachte der Filmemacherin diese Auszeichnung. Zwei Gewinner gab es für die beste Produktion eines Kinofilms, wurden doch sowohl Thomas Hroch (“Womit haben wir das verdient”) als auch Konstantin Seitz (“Zerschlag mein Herz”) mit einem Preis bedacht. Und ihre Leistungen im TV-Krimi “Grenzland” sowie der Coming-of-Age-Story “L’Animale” machten aus Sophie Stockinger den besten weiblichen Nachwuchs.

Die beste Programmidee lieferten schließlich Philipp Käßbohrer und Jan Böhmermann mit ihrer “Die Prism Is A Dancer Show”. Eine Jubiläumsauszeichnung gab es für das Frühstücksformat “Café Puls”, das seit bereits 15 Jahren über die Bildschirme flimmert. Und den Preis der Akademie erhielt die Fernsehdoku “Missbrauch in der katholischen Kirche – Eine Frau kämpft um Aufklärung”, die ein Gespräch zwischen der früheren Ordensfrau Doris Wagner und Kardinal Christoph Schönborn zeigt. Sechs weitere Sonderpreise der Akademie werden erst Samstagabend vergeben.

Mit den Akademiepreisen sollen die Filmschaffenden hinter der Kamera sowie vielversprechende Nachwuchsstars vor den Vorhang geholt werden. Die Highlights der Preisverleihung sind Freitagabend um 21.20 Uhr auf ORF 2 in einem “Seitenblicke spezial” zu sehen. Die große Romy-Gala aus der Wiener Hofburg wird am Samstag ab 21.10 Uhr live auf ORF 2 übertragen. Durch den Abend führt Mirjam Weichselbraun, insgesamt sind 36 Schauspieler und Moderatoren in sieben Kategorien nominiert.

Von: apa

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