Rose McGowan brach als Erste das Schweigen

Rose McGowan bei Golden Globes übergangen

Dienstag, 09. Januar 2018 | 09:40 Uhr

Nach den Protesten bei den Golden Globes gegen sexuelle Übergriffe in der Filmbranche beklagen zwei Wortführerinnen in der Weinstein-Affäre die Verlogenheit der Hollywood-Szene. Die Schauspielerinnen Rose McGowan und Asia Argento kritisierten am Montag, weder zur Preisverleihung eingeladen noch zur “Time’s Up”-Protestkampagne befragt worden zu sein.

“Ich schätze, ich bin nicht mächtig oder Hollywood genug. Ich bin stolz, hinter den Kulissen zu arbeiten”, twitterte Argento. An die “Charmed”-Darstellerin McGowan gerichtet, schrieb Argento auf Twitter: “Niemand sollte vergessen, dass du die Erste warst, die das Schweigen brach.” Daraufhin antwortete McGowan: “Und nicht einer der originellen, schwarz tragenden Leute, die nun unsere Vergewaltigungen anerkennen, hätte sonst einen Finger krummgemacht. Ich habe keine Zeit für Hollywood-Verlogenheit.”

McGowan und Argento zählen zu den ersten Frauen, die über sexuelle Übergriffe des Filmproduzenten Harvey Weinstein berichtet haben. Dieser wies über sein Sprecher-Team mehrfach Vorwürfe von “nicht einvernehmlichem Sex” zurück.

Von: APA/dpa