Die Verbindung zum Königshaus besteht schon lange

Royals trinken Wein aus Deutschland

Mittwoch, 15. Juli 2020 | 15:29 Uhr

Seine Weine werden rund um den Globus getrunken. Auch in Königshäusern kommen die Tropfen vom Weingut Max Ferdinand Richter in Rheinland-Pfalz auf den Tisch, darunter bei den britischen Royals. “Die Verbindung gibt es schon sehr lange”, sagt Inhaber Dirk Richter (74). So habe das Weingut, dessen Ursprünge 340 Jahre zurückliegen, zum Beispiel Wein zur Hochzeit von Prinzessin Anne geliefert.

Auch zum Polterabend von Prinz Charles und Prinzessin Diana gingen 100 Kisten “Graacher Himmelreich Spätlese 1979”. Die Geschäfte liefen meist im Stillen ab – über den Weinhändler in London, der Hoflieferant sei. Von seiner Lage Veldenzer Elisenberg, benannt nach Königin Luise von Preußen (1776-1810), gehen regelmäßig Weine an Queen Elizabeth II. Und seine Händler in Dänemark und Norwegen belieferten auch die dortigen Königshäuser.

Rheinland-Pfalz spielt bei der Lieferung edler Tropfen an gehobene Adressen im Ausland eine große Rolle, wie Ernst Büscher, der Sprecher des Deutschen Weininstituts, sagt. Dies liege daran, dass zwei Drittel des deutschen Weines in diesem Bundesland beheimatet seien und gut 90 Prozent des Weinexportes von dort stamme.

Beim Export macht den Winzern derzeit allerdings einiges schwer zu schaffen. Die USA hat etwa auf deutsche Weine (bis 14 Prozent Alkoholgehalt) Strafzölle in Höhe von 25 Prozent eingeführt. Man versuche Teuerungen mit Exportpartnern abzufedern, aber mittelfristig fürchte man um den US-Absatzmarkt, sagt Richter. Die USA sind das wichtigste Exportland für deutsche Winzer.

Von: APA/dpa