McKellen wirft Hollywood vor Minderheiten zu wenig anzuerkennen

Schauspieler Ian McKellen kritisiert Hollywood scharf

Donnerstag, 24. Mai 2018 | 12:35 Uhr

Der britische Schauspieler Ian McKellen (78) kritisiert, dass Angehörige von Minderheiten auf der Leinwand nicht ausreichend Raum bekommen. “Nun, niemand schaut nach Hollywood, um einen Kommentar zu gesellschaftlichen Ereignissen zu bekommen, oder?”, fragte er in einem Interview des “Time Out”-Magazins. “Sie haben erst kürzlich entdeckt, dass es Menschen mit dunkler Hautfarbe auf der Welt gibt.”

McKellen, der als einer der ersten in der Filmindustrie offen zu seiner Homosexualität stand, sagte weiter: “Hollywood hat Frauen im Laufe seiner Geschichte auf jede denkbare Weise misshandelt. Schwule Männer gibt es gar nicht.” Erst vor 20 Jahren habe sich das Klima in der Filmindustrie gewandelt. “Ich denke, erst mit ‘Gods and Monsters’ gab Hollywood zu, dass es Homosexuelle überhaupt gibt, und das obwohl halb Hollywood schwul ist.” In dem Film aus dem Jahr 1998 hatte McKellen den offen homosexuellen Regisseur James Whale dargestellt, der mit “Frankenstein” weltberühmt geworden war. Dafür erhielt der britische Schauspieler eine Oscar-Nominierung.

Von: APA/dpa

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