Paula Beer spielt die Hauptrolle in "Bad Banks"

Schauspielerin Paula Beer über Miniserie “Bad Banks”

Dienstag, 27. Februar 2018 | 14:35 Uhr

Die Welt der Banken bleibt dem Normalbürger zumeist verschlossen. Jetzt blickt die TV-Serie “Bad Banks” auf Arte und im ZDF hinter die Kulissen. Die Hauptrolle spielt die 23-jährige Paula Beer (“Poll”, “4 Könige”). Mit der Deutschen Presseagentur sprach sie über ihre Rolle als Bankerin Jana.

Frage: Wie würden Sie denn Jana beschreiben?

Antwort: Ich glaube, dass Jana sehr neugierig, hochintelligent und sehr motiviert ist. Zunächst ist noch unklar, wie sie sich entwickeln wird. Doch Enttäuschungen und Frustrationen im privaten Bereich, aber auch der Erfolg im Beruf prägen sie zunehmend. Um sich richtig wohl zu fühlen, sucht sie sich die Sicherheit, die ihr bislang gefehlt hat, und die glaubt sie im Job zu finden. Dadurch gerät sie immer stärker in ein Laufrad, aus dem sie so schnell nicht wieder herauskommt. Ihr familiäres Leben bleibt auf der Strecke, und sie lernt bald, sich nur auf ihr eigenes Wort zu verlassen.

Frage: Das Tempo der Serie ist ja ziemlich rasant.

Antwort: Oh ja. So schnell, wie die Serie erzählt ist, so schnell ist wohl auch das Milieu, in dem sie spielt. In diesem Milieu muss man immer in der ersten Reihe sein, und nein sagen geht auch nicht – sonst ist man ganz schnell weg vom Fenster. Der Druck nimmt ständig zu, aber auch die Faszination über das, was sie tut. Sobald meine Figur in dieser Blase drin ist, samt dicker Limousine und fetter Wohnung, versteht sie den Kontext ganz anders. Ich kenne mich mit der Bankenwelt überhaupt nicht aus, aber allzuweit entfernt von der Realität ist unsere Serie sicher nicht.

Frage: Haben Sie ein Faible für bestimmte Figuren?

Antwort: Nein – das hängt wirklich von der Geschichte ab, und ob ich mit der etwas anfangen kann. Ich konnte mich mir anfangs nicht als Bankerin vorstellen, aber beim Casting hat sich dann eine gewisse Dynamik entwickelt. Ich nehme mir auch nicht zu viel auf einmal vor.

Frage: Wie sehen Sie persönlich das Thema “Frau In Beruf und Gesellschaft”?

Antwort: Bislang habe ich hauptsächlich mit Regisseuren gearbeitet. Aber das Geschlecht spielt insofern keine Rolle, als es um den Menschen geht, mit dem ich da arbeite. Ich finde es aber total falsch, Frauen zu benachteiligen, nur weil sie Frauen sind. Nicht das Posten irgendwelcher Meinungen, sondern nur die ehrlichen Grundeinstellungen der Menschen können auf Dauer und konsequent etwas verändern in der Gesellschaft.

Von: APA/dpa