Michael Niavarani sorgt für volle Häuser

Schmäh ohne: Tausendsassa Michael Niavarani wird 50

Dienstag, 24. April 2018 | 15:24 Uhr

Michael Niavarani ist ein wahrer Tausendsassa: Schauspieler, Regisseur, Kabarettist, Buchautor und Theater-Impresario. Wenn man sichere Karteneinnahmen braucht, holt man ihn ebenso wie zur Last-Minute-Rettung einer Veranstaltung: Bei der jüngsten Nestroy-Gala gab “Nia” mit einer souveränen Mischung aus Komik und Routine der moderierenden Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann nötigen Rückhalt.

Kleine Spitzen gegenüber der Hochkultur konnte sich Niavarani damals nicht ganz verkneifen – agiert er doch seit der Etablierung des “Globe Wien” selbst als höchst erfolgreicher Theaterdirektor. Am 29. April feiert der Wiener seinen 50. Geburtstag. Der ORF stellt sich aus diesem Anlass zwischen 26. und 30. April u. a. mit dem neuen 45-minütigen Porträt “Michael Niavarani ist 50 – Viel Lärm um Nichts” (28. April, 20.15 Uhr, ORF eins), Komödien wie “Die Mamba” (26. April, 20.15 Uhr, ORF eins), “Wanted” (28. April, 0.20 Uhr, ORF eins) und “Salami Aleikum” (28. April, 22.50 Uhr, ORF eins) sowie einigen Kabarettaufzeichnungen ein. In “Was gibt es Neues?” (27. April, 22 Uhr, ORF eins) gratulieren Kollegen mit einer großen Torte. ORF III widmet Niavarani am 30. April gleich einen fünfteiligen “Themenmontag”.

Schon im Gymnasium spielte Michael Niavarani Theater. Mit 16 Jahren brach er die Schule ab, um Schauspielunterricht zu nehmen. Seine Theaterkarriere begann er 1986 im Graumann Theater, 1989 wechselte er ins Kabarett Simpl, dessen künstlerische Leitung er 1993 übernahm. Sein erstes Soloprogramm hieß “Niavaranis Kühlschrank” (1999). Später folgten u.a. “Encyclopaedia Niavaranica” (2008) und “Homo idioticus – eine Kulturgeschichte des Trottels”, zwei gemeinsame Kabarettprogramme mit Viktor Gernot und die Doppelconference mit Otto Schenk “Zu alt um blöd zu sein”. In zahlreichen Fernsehserien (wie “Kaisermühlen Blues”, “Ex – Eine romantische Komödie” oder “Dolce Vita & Co”) und Kinofilmen (wie “I love Vienna” oder “Die Mamba”) wurde er einem breiten Publikum bekannt – und heimste einige Romy-Auszeichnungen ein).

In seinem autobiografischen Roman “Vater Morgana” (2009) schrieb der Sohn einer Österreicherin und eines Persers über seine Familiengeschichte – ein Bestseller ebenso wie sein Band “vermischter Schriften” “Der frühe Wurm hat einen Vogel” (2011) oder “Ein Trottel kommt selten allein” (2017). Von 2011 bis 2013 war Michael Niavarani Intendant der Festspiele Berndorf.

Nachdem er gemeinsam mit Georg Hoanzl 2014 das derzeit aufgrund des Brandes in der Marx Halle nicht benützbare “Globe Wien” in der ehemaligen Rinderhalle in Wien St. Marx gegründet hatte, betätigte er sich als Bearbeiter von Shakespeare-Stücken (“Die unglaubliche Tragödie von Richard III.”, in der kommenden Saison auch im Tiroler Landestheater, oder “Die höchst beklagenswerte und gänzlich unbekannte Ehetragödie von Romeo & Julia – Ohne Tod kein Happy End”) und Komödienautor und gründete 2016 mit “Schultz & Schirm” “Österreichs “ersten Bühnenverlag mit eigenem Buchverlag”.

INFO: www.niavarani.at

Von: apa