Harvey Weinstein entschuldigte sich "aufrichtig"

Sexuelle Belästigung: Filmmogul Weinstein im Abseits

Sonntag, 08. Oktober 2017 | 16:14 Uhr

Nach massiven Vorwürfen wegen sexueller Belästigungen wird es einsam um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein. Die Produktionsfirma The Weinstein Company (TWC) schickte ihn am Wochenende in einen unbefristeten Urlaub, seine Anwältin und Beraterin Lisa Bloom setzte sich von ihm ab. Die von Weinstein großzügig unterstützte Demokratische Partei reichte seine Spenden an andere Organisationen weiter.

Auch US-Präsident Donald Trump, der während des Wahlkampfes 2016 selbst mit sexuell anstößigen Bemerkungen für Schlagzeilen gesorgt hatte, kommentierte den Fall Weinstein. Er kenne den Filmproduzenten schon lange, sagte Trump dem Sender CNN am Samstag. “Ich bin keineswegs überrascht, dies jetzt zu hören.”

Die “New York Times” hatte am Donnerstag mehrere Schauspielerinnen und frühere Mitarbeiterinnen Weinsteins zitiert, die dem heute 65-jährigen Produzenten vorwerfen, sie sexuell belästigt zu haben. Weinsteins Anwalt Charles J. Harder teilte der Deutschen Presse-Agentur daraufhin mit, der Filmmogul werde gerichtlich gegen das renommierte Blatt vorgehen. Eine Sprecherin der “New York Times” sagte, die Zeitung stehe zu ihrer Berichterstattung.

Zugleich zeigte Weinstein in einer Stellungnahme Reue – er wolle sich “aufrichtig entschuldigen”. Er werde sich einer therapeutischen Behandlung unterziehen, versprach er. Die von Harvey und seinem jüngeren Bruder Bob Weinstein gegründete Firma TWC beauftragte eine Anwaltskanzlei, den Fall unabhängig zu untersuchen.

Der “New York Times” zufolge soll Weinstein sich mit mindestens acht Frauen außergerichtlich auf Entschädigungen geeinigt haben. Die Zeitung veröffentlichte eine Stellungnahme, in der er einräumt, dass sein Verhalten gegenüber Kollegen in der Vergangenheit “viel Schmerz” verursacht habe. Er wolle sich dafür “aufrichtig” entschuldigen.

Die Weinsteins gehören zu den erfolgreichsten Filmproduzenten Amerikas. Als Begründer des Studios Miramax brachten die beiden Independent-Hits wie “Pulp Fiction”, “Der englische Patient”, “Good Will Hunting” und “Shakespeare in Love” in die Kinos.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Sexuelle Belästigung: Filmmogul Weinstein im Abseits"


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mandela
mandela
Tratscher
8 Tage 11 h

wieso haben die frauen ihn nicht früher angezeigt? hatten wohl Angst es könnte ihrer Karriere schaden…

geronimo
geronimo
Tratscher
8 Tage 12 h

Alter schützt vor Torheit nicht….

Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
8 Tage 8 h

erstl is Untogstelle net do kontrollieren und noa “aufrichtig” entschuldigen…. blablabla

Sag mal
Sag mal
Superredner
7 Tage 22 h

der kann Sich Seine Entschuldigung sonst wo hinstecken.

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