Seine erste Haube bekam Toni Mörwald im Jahr 1990

Starkoch Toni Mörwald wird 50

Montag, 13. März 2017 | 09:47 Uhr

Gault Millau-Hauben und Michelin-Sterne pflastern seinen kulinarischen Weg über fast drei Jahrzehnte: Am13. März wird Toni Mörwald 50. Leistung müsse “sexy” sein, sagte der Starkoch im Gespräch mit der APA. Ihm habe Arbeit “schon als Junger getaugt”. Und “klar bekoche ich mich selbst”, meinte der Niederösterreicher anlässlich seines bevorstehenden Jubeltages.

Das Schöne am Kochen sei, “dass du von der Ideenfindung bis zum vollendeten Produkt selbst Verantwortung zeigen kannst”, erläuterte Mörwald. 1990 war er mit damals 23 der jüngste Haubenkoch Österreichs, ein Highlight, das natürlich in Erinnerung bleibt. Auszeichnungen seien immer eine tolle Anerkennung. Sie müssten aber auch Ansporn für Weiterentwicklung sein, weil man “nie stehenbleiben” dürfe. “Jede Auszeichnung fühlt sich super an. Das ist wie bei einem Sportler, der aufs Podest fährt.”

Die Leidenschaft fürs Kochen hat der Niederösterreicher nach eigenen Angaben von seiner Mutter übernommen. In der Ausbildung Erlerntes habe er im damals kleinen elterlichen Gasthaus in Feuersbrunn und damit “zu Hause ausprobiert”. Dann habe er z.B. bei Taufen mit Buffets begonnen und damit “am Land” für Aufmerksamkeit gesorgt. Eine “tolle Zeit”, erinnert sich Mörwald gern zurück.

“Überbordende Vorschriften” begeistern – wohl nicht nur – den Hauben- und Sternekoch dafür weniger. Die könnten nämlich “dafür sorgen, dass ein Betrieb den ganzen Tag nur mit sich selbst beschäftigt ist”.

Toni Mörwald wurde am 13. März 1967 in Krems a.d. Donau als Sohn eines Weinbauern- und Landwirte-Ehepaars aus Feuersbrunn geboren. Obwohl es eigenen Angaben zufolge (“Ich wollte auch Weinbauer und Landwirt werden”) ursprünglich nicht sein Plan war, entschied er sich früh für den Einstieg in die Kochwelt. Mörwald war u.a. in den Imperial Hotels Austria, im Wiener Bristol in der Küche ebenso wie bei Reinhard Gerer im Korso, im Palais Ferstel oder in der Kurkonditorei Oberlaa in Wien tätig.

Internationale Kochwettbewerbe und Auslandsaufenthalte in aller Welt, zahlreiche Kochbücher sowie Auftritte als TV-Koch säumten ebenfalls den Weg des Niederösterreichers. 1989 übernahm er den elterlichen Betrieb in Feuersbrunn am Wagram und expandierte in der Folge mit mehreren Dependancen, u.a. im nahen Schloss Grafenegg, was er laut eigener Aussage zunächst ebenfalls nicht vorhatte. Der Jubilar, der das Motto “Essenszeit ist Lebenszeit” pflegt, ist verheirateter Vater dreier Töchter und zudem Herr über mehr als 300 Mitarbeiter.

Es mache ihn “stolz”, viele Menschen ausgebildet zu haben, die inzwischen “auf der ganzen Welt tätig sind”, betonte Mörwald im APA-Gespräch. Aktuell schreibt er an einem weiteren Fachbuch, wälzt Pläne für einen Zubau zu seinem Hotel am Wagram und hat sich vorgenommen, “junge Leute an den Herd zu lassen”. Seine Eltern hätten ihn einst ja auch “rangelassen”, was er “sehr geschätzt” habe.

Von: apa