Der schwarze Tennisanzug war Gesprächsthema Nummer 1

“Super-Mama” Serena Williams setzte mit Catsuit Zeichen

Mittwoch, 30. Mai 2018 | 13:54 Uhr

Serena Williams ist nach zwei Jahren zurück auf der ganz großen Tennis-Bühne. Und sie tat dies mit einem hautengen, schwarzen Ganzkörperanzug. Ein Outfit, das in den sozialen Medien teilweise zumindest für digitales Nasenrümpfen gesorgt hat. Doch hinter dem Nike-Anzug steckt mehr Symbolik als der oberflächliche Betrachter vermuten lässt.

Der Hollywood-Streifen “Black Panther”, in dem das afroamerikanische Publikum endlich den ersten schwarzen Superhelden in der Filmgeschichte zu sehen bekam, war ein Riesenhit besonders in der “black Community”. Das Design ist laut Williams zwar schon weit vor dem Blockbuster entwickelt worden, aber: “Ich wollte immer schon eine Superheldin sein und ich fühle mich auch so, wenn ich den Catsuit trage.”

Die ihr wohl noch wichtigere Botschaft ist aber eine andere: Nach ihrer Schwangerschaft und einer äußerst schwierigen Phase nach der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia hat die 36-jährige US-Amerikanerin sehr offen über gesundheitliche Probleme mit Blutgerinnseln gesprochen. “Ich wusste einige Male wirklich nicht, ob ich überleben werde”, sagte Williams. In dem engen Anzug sei auch durchaus eine Funktionalität enthalten, denn dieser fördere die Blutzirkulation.

Und schließlich ist es natürlich auch ein Statement nach der Rückkehr einer Mutter. Auf Twitter war die Botschaft von Williams klar: “Wollt ihr auch einen Catsuit? Für alle Mütter da draußen, die sich nach einer Schwangerschaft nur schwer erholen konnten, schaut her. Wenn ich es tun kann, könnt ihr es auch. Ich liebe euch alle!”

Nicht ganz so glücklich war sie vom Zusammenfallen einer Nike-Werbekampagne anlässlich ihrer Major-Rückkehr (“The Queen is back”) so kurz nach der königlichen Hochzeit von Prinz Harry und Herzogin Meghan, wo Williams als langjährige Freundin von Meghan Markle eingeladen war. “Das war ein bisschen peinlich.”

Von der royalen Hochzeit selbst war die frühere Weltranglisten-Erste aber sehr berührt, auch wegen des großen Einflusses der afroamerikanischen Kultur auf die Zeremonie. “Das war wirklich aufregend. Ich war wirklich froh, dass Meghan das in die Feierlichkeiten integrieren wollte”, sagte Williams. Meghan Markle hat eine afroamerikanische Mutter.

Für sie sei es “kultureller Wechsel” gewesen. “Es hat gezeigt wie weit Afroamerikaner gekommen sind. Für mich war das unglaublich inspirierend, wunderschön und auch wirklich motivierend.”

Von: apa