Rütter: "Der Hund wird immer mehr Sozialpartner"

TV-Experte Rütter warnt vor Vermenschlichung von Hunden

Freitag, 29. Dezember 2017 | 15:26 Uhr

TV-Hundetrainer Martin Rütter warnt davor, Haustiere zu vermenschlichen – tut das aber selbst ab und zu. “Ich habe meinem Hund abends auf der Couch auch schon meine Sorgen und Nöte des Tages erzählt”, sagte der 47-Jährige der “Stuttgarter Zeitung”. Das dürfe aber nicht ausufern.

“Solange der Hund in seiner geistigen und körperlichen Freiheit nicht eingeschränkt wird und nach seinen Bedürfnissen entspannt leben kann, ist alles okay.” Gegen ein mit Diamanten besetztes Halsband etwa sei nichts zu sagen. “Gefährlich wird’s, wenn der Hund zum Oktoberfest ins Dirndl gezwängt wird. Da hört der Spaß auf, das ist Tierquälerei.”

Rütter hat auch einen Grund für die zunehmende Vermenschlichung ausgemacht – den Rückzug vieler Menschen aus der realen Welt ins Internet. “Sie pflegen Freundschaften sehr häufig virtuell. Durch diese Anonymisierung spielt der Hund eine immer größere Rolle: Er wird immer mehr Sozialpartner.”

Von: APA/dpa