Gewessler und Köstinger wurden für ihren Apfelstrudel gelobt

Umweltministerin und Global-2000-Chefin backten Apfelstrudel

Freitag, 25. Januar 2019 | 17:23 Uhr

Ausgerechnet Global-2000-Chefin Leonore Gewessler hat sich als Siegerin der ÖVP-Adventverlosung entpuppt und von den möglichen Preisen den Apfelstrudel-Backtermin mit Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) gewonnen. Am Donnerstag war es dann so weit: Das Duo ging in der Wiener Tourismusschule Modul ans Werk und erntete von Fachfrau Christine Egger auch prompt ein “perfekt” für die Mehlspeise.

“Ich gewinne normalerweise nie etwas, daher war ich auch überrascht. Aber ich stehe gerne und voller Energie für den Umweltschutz ein”, sagte Gewessler – und das ginge auch beim Strudelbacken. “Ich habe mich ehrlich gesagt gefreut, denn ich kenne die Leonore Gewessler aus vielen Zusammenkünften und war überzeugt, dass der Strudel, den wir gemeinsam machen, sicher gut schmecken wird”, kommentierte Köstinger das kulinarische Tete-a-tete. Dieses wurde auch gefilmt und ÖVP-Sprecher Peter L. Eppinger nahm dabei die Doppelrolle von Regisseur und Moderator ein.

Bevor es an die Zubereitung ging berichtete Köstinger, dass sie 1997 unter anderem Waldorfsalat, Brathendl und Eisroulade für den Abschluss der HBLA Wolfsberg produziert habe. Das war die Schule, an der sie 1998 maturierte. Dann griff sie sendungsbewusst zur “Lebensmittel sind kostbar”-Schürze, Gewessler hatte für das Event hingegen das eher angriffslustige Motto “Beim Klimaschutz nicht Strudeln” auf ihrem Kleidungsstück platziert.

Eppinger stellte Köstinger und Gewessler dann die Rosinenfrage, und hier gab es keinen Konsens – Köstinger lehnte getrocknete Weintrauben in ihrem Strudel ab, und so entschied man sich für zwei Backwerke. Glattes Mehl Type 700 war die erste Zutat, zu der Modul-Kochlehrerin und Pattiseuse Christine Egger griff. Denn sie leitete die Ministerin und die NGO-Chefin durch den letztendlich erfolgreichen Herstellungsprozess. Nebenbei diskutierte man angeregt – wohl durch die Zutat Bioapfel inspiriert – über unterschiedliche Standpunkte bei der Biolandwirtschaft, später auch über jene bezüglich der EU-Agrarpolitik: Es war offensichtlich, dass Gewessler nicht nur backen, sondern auch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten wollte. Auch Frau Egger beteiligte sich kurz an der Diskussion, leitete aber die beiden Gastbäckerinnen dabei gekonnt zum nächsten Arbeitsschritt weiter. Dieser verlangte wieder Einigkeit, denn das anspruchsvolle Strudelziehen war angesagt.

Schnell waren die Strudel dann auch gerollt, und ihre Form entlockte der Fachkraft ein “perfekt”. Die so Gelobten, vertieft in eine Klimaschutzdebatte, hatten ihr Werk vollendet, der Rest der Arbeit konnte dem vorgeheizten Rohr überlassen werden. Ein weiteres Treffen war dann der abschließende Wunsch von Gewessler, “das nächste Mal bei Global 2000” – und ohne Strudel.

Von: apa