John Oliver legt sich mit den Konservativen an

US-Kohleboss verklagt TV-Moderator John Oliver

Freitag, 23. Juni 2017 | 09:06 Uhr

John Oliver, TV-Moderator sowie einer der schärfsten und präzisesten Beobachter der Trump-Ära, wird von einem US-Kohleboss wegen Verleumdung verklagt. Die Klage richte sich gegen die jüngste Ausgabe der Show “Last Week Tonight”, wie mehrere US-Medien berichten.

Robert Murray verklagt Oliver demnach wegen eines akribisch geplanten, rücksichtslosen Attentats auf seinen Charakter: Das Minenunternehmen habe damit schwer beschädigt werden sollen.

Oliver hatte den Umgang mit dem Thema Kohle unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump zum Schwerpunkt seiner Show (HBO) gemacht. Er hatte schon in der Sendung vermutet, dass Murray ihn juristisch verfolgen werde, sei dieser doch sehr klagefreudig und habe juristische Schritte angedroht, wenn Oliver nicht von ihm ablasse.

Oliver nimmt Murray in den gut 24 breit recherchierten und fundierten Minuten mehrfach auf die Schippe, ist für seine Verhältnisse aber noch eher zurückhaltend. Olivers Kritik entzündet sich an Murrays Verhalten gegenüber dessen Mitarbeitern und seiner energiepolitischen Einstellung.

Der Brite Oliver wird auch in Deutschland und Österreich viel gesehen. Er gilt als einer der scharfzüngigsten Late-Night-Talker in den USA. Der beklagte Ausschnitt wurde auf Youtube bereits mehr als 4,6 Millionen Mal aufgerufen.

INFO: John Olivers “Last Week Tonight” vom 18. Juni auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=aw6RsUhw1Q8

Von: APA/dpa

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