Das Buch räumt mit einigen Mythen auf und liefert lustige Geschichten

Von Rock-Mythen und Irrtümern – Neues Buch über Bon Jovi

Samstag, 11. Dezember 2021 | 09:23 Uhr

Es gibt ein Gerücht über Rockstar Jon Bon Jovi (59), das sich hartnäckig hält. Angeblich soll niemand Geringerer als Frank Sinatra sein Onkel sein. Aber: “Ich kann über solche Gerüchte nur lachen. Es wird unglaublich viel Quatsch geschrieben. Ja, mein Mittelname ist wohl Francis – und Sinatra hieß mit bürgerlichem Namen Francis Albert Sinatra. Aber bei mir kommt Francis von meinem Vater, John Francis Bongiovi Senior”, so der Sänger einmal in einem Interview.

“Im Übrigen behauptet in New Jersey jeder zweite Italo-Amerikaner, er sei irgendwie mit Sinatra verwandt. Bei mir ist das definitiv nicht der Fall. Und ich bin ihm auch nie begegnet. Leider.” So räumt der langjährige “Bravo”-Chefredakteur Alex Gernandt in seinem neuen Buch über Bon Jovi mit diesem Irrglauben auf. “Bon Jovi – Populäre Irrtümer und andere Wahrheiten” heißt das Werk, das gerade auf den Markt gekommen ist.

“Ich arbeite und begleite Jon Bon Jovi und die Band seit 1988, zuletzt habe ich ihn 2016 interviewt”, sagte Gernandt der Deutschen Presse-Agentur. “Da gibt es einiges zu erzählen.” Und das hat er nun auf 120 Seiten zusammengefasst.

Er berichtet von den Anfängen der Band, beispielsweise davon, dass einmal, zu Beginn der großen Karriere, der “Boss” selbst im Publikum stand. “Zu einem besonders denkwürdigen Moment kam es im Fast Lane am 9. Jänner 1980”, schreibt Gernandt. “Kein Geringerer als Bruce Springsteen himself lehnte hinten an der Bar und trank ein Bier, während Jon mit seiner Band auf der Bühne rockte. Plötzlich bekam der ‘Boss’ wohl Lust, mitzurocken. Er schlenderte lässig vor zur Bühne, und Jon hätte vor Aufregung fast sein Mikro verschluckt.”

Die US-amerikanische Rockband aus New Jersey mit ihrem charismatischen Frontmann hat inzwischen selbst Musikgeschichte geschrieben: 130 Millionen verkaufte Tonträger, 15 Studioalben, mehr als 2.700 Konzerte vor rund 34 Millionen Fans – allerdings keine einzige Nummer eins in England. Auch diese Fakten listet Gernandt auf – und das ist längst nicht alles.

“Besonders interessant ist ja auch sein soziales Engagement mit der JBJ Soul Foundation”, sagt Gernandt – “und dass er immer noch mit seiner Frau zusammen ist – seit der Highschool.” Mittlerweile sei er auch ein “Multiunternehmer”. “Sein Vermögen ist inzwischen größer als das von seinem Idol Mick Jagger”, sagt Gernandt. “Er macht eigenen Wein, Pastasaucen, Jeans, Schmuck und Kreuzfahrten.”

Und auch knackige Zitate des Rockstars hat das Buch zusammengetragen. Ein Beispiel: “Glaube an Liebe, glaube an Magie, glaube an den Nikolaus. Glaube an andere, glaube an dich. Glaube an deine Träume. Wenn du es nicht tust, wer dann!?”

(S E R V I C E – Alex Gernandt: “Bon Jovi. Populäre Irrtümer und andere Wahrheiten”, Klartext Verlag, 120 Seiten, 17,50 Euro)

Von: apa