Haider spielt in dem Film einen Vater

Weltpremiere in USA für “Salzburg Story” mit Alfons Haider

Samstag, 25. August 2018 | 13:56 Uhr

Die Erfolgsgeschichte des Klagenfurter Jungregisseurs Alexander Peter Lercher in Hollywood geht weiter: Nachdem der 27-Jährige 2015 mit “Vor! Seit! Schluss!” beim Hollywood Filmfestival in LA den Hauptpreis einheimsen konnte, wurde seine “Salzburg Story” nun zum Eröffnungsfilm des California Independent Film Festival gekürt. Dort feierte die Romanze mit Alfons Haider am Freitag Weltpremiere.

Erstmals in seiner 21-jährigen Geschichte wurde das im Großraum San Francisco angesiedelte Festival damit von einem ausländischen, wenn auch auf Englisch gedrehten Film eröffnet. Im Mittelpunkt des Liebesreigens steht der von Tom Millen gespielte junge österreichische Komponist Freddie, der sich in der Salzburger Stadt- und Berglandschaft in die junge Amerikanerin Beth (Therese Olivia Robinson) verliebt. Die unkonventionelle Beth bricht die harte Schale des ehrgeizigen Tonsetzers, wobei die Zeit gegen die Liebenden läuft, muss sie doch wieder zurück in die USA.

Erzählt wird die Handlung als Rückblick von der 70-jährigen Beth, gespielt von “Gilmore Girls”-Star Kelly Bishop. Wie bei Lerchers Debüt “Vor! Seit! Schluss!”, für das er damals Uschi Glas gewinnen konnte, ist bei “The Salzburg Story” auch Heinz Trixner wieder mit an Bord – und als zweiter Österreicher Alfons Haider als fieser Vater, der dem Buben einst das Leben schwer machte.

Für den mittlerweile 60-jährigen Entertainer ist diese Rolle des Ernst gewissermaßen ein Comeback als Filmschauspieler, wie er jüngst im “Kurier”-Interview unterstrich: “Das war für mich etwas ganz Spezielles, ein Besuch in der alten Heimat. Der Auftakt, als Schauspieler vor die Kamera zurückzukommen.” Dafür hat der Beau sogar in Kauf genommen, einige Kilogramm zuzulegen.

Lediglich 200.000 Euro betrug das Budget für die bikulturelle Liebesgeschichte, die Lercher auch als Produzent und Drehbuchautor realisierte. Mit internationalem Leben hat der 27-Jährige schließlich Erfahrung, lebte er doch bereits vier Jahre in Kalifornien, ein Jahr in London, zwei Jahre in Salzburg und zwei Jahre in Deutschland. “Ich hatte das Privileg, Teil dieser verschiedenen Kulturen zu sein, Menschen aus der ganzen Welt zu treffen und verschiedene Sichtweisen, Haltungen und Lebensstile kennenzulernen”, verzahnte der Regisseur seine Lebensgeschichte laut Unterlagen mit seinem neuen Werk.

Von: apa