Handke traute Wenders die Verfilmung seines Buches zu

Wim Wenders wäre ohne Peter Handke vielleicht Maler geworden

Donnerstag, 01. September 2016 | 16:08 Uhr

Der deutsche Regisseur Wim Wenders, 71, ist dem österreichischen Erfolgsautor Peter Handke dankbar für dessen langjährige Unterstützung. “Ich bin nicht sicher, ob ich ohne Peters Hilfe meinen ersten Spielfilm hätte machen können”, sagte Wenders in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Handke habe ihm zugetraut, seinen – damals sehr erfolgreichen – Roman “Die Angst des Tormanns beim Elfmeter” zu verfilmen – deswegen habe er sich das dann selbst auch zugetraut. “Wer weiß, vielleicht wäre ich Filmkritiker geblieben oder doch Maler geworden.”

Wenders stellt beim Filmfestival Venedig das Beziehungsdrama “Die schönen Tage von Aranjuez” vor, das auf einem Theaterstück von Handke basiert. Die beiden arbeiteten bereits bei mehreren von Wenders’ Filmen zusammen, darunter “Der Himmel über Berlin”.

“Auch ‘Falsche Bewegung’ war ein Meilenstein für mich”, so Wenders. “Der Film hat damals sieben Bundesfilmpreise bekommen und ging in die ganze Welt. Also: Peters ‘Anschubhilfe’ war für den – sehr jungen – ‘Autorenfilmer’ Wenders sicherlich ausschlaggebend. Ich hatte meinen 25. Geburtstag beim Drehen vom ‘Tormann’!”

Wenders ist der einzige deutsche Regisseur mit einem Film im diesjährigen Wettbewerb von Venedig: “Die schönen Tage von Aranjuez” erzählt von den unterschiedlichen Vorstellungen und Wahrnehmungen, die ein Mann und eine Frau zum Leben haben.

Von: APA/dpa

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