Lisa Brühlmanns "Blue My Mind" wurde mehrfach ausgezeichnet

Zurich Film Festival: Drei Auszeichnungen für “Blue My Mind”

Sonntag, 08. Oktober 2017 | 11:18 Uhr

Das Schweizer Filmschaffen hat sich beim diesjährigen Zurich Film Festival (ZFF) mit starken Coming-of-Age-Filmen hervorgetan. “Blue My Mind” von Lisa Brühlmann wurde bei der 13. Ausgabe des internationalen Filmtreffens gleich mehrfach ausgezeichnet. So konnte die Zürcher Regisseurin am Samstagabend u.a. das Goldene Auge in der Kategorie “Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich” entgegennehmen.

In ihrem überzeugenden Erstling erzählt Brühlmann die Geschichte der 15-jährigen Mia, die sich mit ihrer ersten Periode in eine Meerjungfrau zu verwandeln beginnt. Das Besondere an diesem Film ist, dass die Probleme des jungen Mädchens ausgerechnet mittels eines Märchenelements besonders nachvollziehbar und authentisch werden. “Blue My Mind” hat bei der Preisverleihung im Zürcher Opernhaus neben der mit 20.000 Franken (rund 17.400 Euro) dotierten Hauptauszeichnung auch den Kritikerpreis gewonnen.

Dieser wird jeweils vom Schweizerischen Verband der Filmjournalistinnen und Filmjournalisten für den besten Erstlings-Spielfilm vergeben. Außerdem wurde Brühlmann zuvor schon der erstmals verliehene Filmpreis der Zürcher Kirchen übergeben.

Das mit 25.000 Franken (rund 21.800 Euro) verbundene Goldene Auge für den besten Film in der Kategorie “Internationaler Spielfilm” ging an Regisseurin Kirsten Tan aus Singapur für ihr Roadmovie “Pop Aye”. Tan schrieb auch das Drehbuch für den Streifen über einen Architekten Bangkoks, der sich nach beruflichen Tiefschlägen mit einem Elefanten auf den Weg in sein abgelegenes Heimatdorf macht.

Erfolgreich endete das Festival auch für “Machines” (Indien, Deutschland, Finnland). Der Film über die miserablen Arbeitsverhältnisse in einer indischen Textilfabrik von Rahul Jain gewann den ebenfalls mit 25.000 Franken dotierten Preis in der Kategorie “Internationaler Dokumentarfilm”.

Der mit 10.000 Franken (rund 8.700 Euro) dotierte Förderpreis für den besten Schweizer Film im diesjährigen ZFF-Programm ging an das schweizerisch-französische Roadmovie “Avant la fin de l’été” von Maryam Goormaghtigh. Der Erstling der gebürtigen Genferin handelt von dem Iraner Arash, der nach fünf Jahren Studium in Paris die Nase voll von Frankreich hat. In der Hoffnung, dass er bleibt, überzeugen ihn seine Freunde, eine letzte gemeinsame Reise zu unternehmen.

Lobend erwähnt wurde in dieser Kategorie der ebenfalls im “Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich”-Wettbewerb gezeigte Mysteryfilm “Tiere” von Greg Zglinski, in dem Birgit Minichmayr, Philipp Hochmair und Michael Ostrowski zu sehen sind. Darin geht es um ein Paar, das während einer halbjährigen Auszeit die Beziehung kitten will.

Bereits in den vergangenen Tagen gab es beim ZFF viel Prominenz am Grünen Teppich zu erleben, holten sich doch Hollywoodstars wie Glenn Close, Jake Gyllenhaal oder Andrew Garfield persönlich ihre Preise ab (Golden Icon sowie Golden Eye Award). Für den abschließenden Sonntagabend wird der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore erwartet, der seinen neusten Film “An Inconvenient Sequel: Truth to Power” vorstellt.

Von: APA/sda

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