Fatih Akin wollte Film unbedint machen

Zuschlag für “Tschick”-Verfilmung für Fatih Akin Schicksal

Samstag, 10. September 2016 | 12:58 Uhr

Der Regisseur Fatih Akin hat sich monatelang um die Verfilmung des Bestsellers “Tschick” bemüht. Vor dem Kinostart des Films sagte der 43-Jährige in der “NDR Talk Show”, er habe jeden Monat beim Verlag Rowohlt angerufen – aber jemand anders sollte Regie führen. Als er doch den Zuschlag bekam, habe er sich gesagt: “Ich wollte den Film unbedingt machen, jetzt schenkt mir das Leben das zurück.”

Ursprünglich sollte David Wnendt (“Feuchtgebiete”) die Regie übernehmen. Kurz vor dem Drehstart entschieden sich Wnendt und Produzent Marco Mehlitz aber, nicht mehr gemeinsam an dem Projekt zu arbeiten. Für Akin eine Herausforderung: “Drehstart sollte in sieben Wochen sein, normal bereitest du einen Film mindestens sechs Monate, eigentlich ein Jahr lang vor”, sagte er im NDR. “Dann habe ich das Drehbuch gelesen und… nun, es war nicht beschissen, aber es war eben auch nicht so, dass man sagt: Lass uns loslegen!”

Als “übernächstes Projekt” kündigte Akin, der für “Gegen die Wand” mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde, eine weitere Literatur-Verfilmung an: “Der goldene Handschuh” von Heinz Strunk.

Das Roadmovie “Tschick” basiert auf dem preisgekrönten gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf, der 2013 im Alter von 48 Jahren starb. Die Österreich-Premiere findet am Donnerstag (15. September) im Artis International statt, regulärer Kinostart ist am Freitag.

Von: APA/dpa

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