Aufsperren im Lockdown wird teuer

5.000 Euro Strafe für Wut-Wirtin

Donnerstag, 25. März 2021 | 06:25 Uhr

Eine Linzer Cafe-Betreiberin, die am 11. Jänner ihr Lokal in der Altstadt trotz Lockdown aufgesperrt hatte, muss 5.000 Euro Strafe zahlen, bestätigte Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) einen Bericht in der “Krone” am Mittwoch. Die “Wut-Wirtin” hatte die Aktion bei einer Corona-Demo im Vorfeld und auch gegenüber Medien angekündigt. “Als Mama werde ich gezwungen die Verordnungen zu umgehen … ich kann mein Kind nicht mehr versorgen”, begründete sie ihre “Verzweiflungs”-Aktion.

Weniger als eine Stunde nach der Öffnung des Cafes standen bereits die Behörden vor der Tür. 45 Gäste wurden kontrolliert und angezeigt, ihnen drohen Strafen von bis zu 1.450 Euro pro Person. Der Strafrahmen für die Wirtin reicht bis zu 30.000 Euro.

Der nun zugestellte Bescheid des Magistrats an die 51-Jährige beträgt 5.000 Euro, dagegen habe sie laut Bürgermeister Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht angekündigt – genauso wie gegen einen Strafbescheid von 400 Euro wegen Übertretung der Sperrstunde für Schanigärten. Luger meinte, er sehe der Beschwerde “gelassen entgegen”. Sie werde sich wohl gegen die Höhe richten, er glaubt jedoch, dass die 5.000 Euro der Verhältnismäßigkeit entsprechen.

Von: apa

Kommentare

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19 Kommentare auf "5.000 Euro Strafe für Wut-Wirtin"


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PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
19 Tage 21 h

Die Wirtin handelte in ihrer Not. Ich denke, man sollte den Politikern das Gehalt in der Zeit des Lockdowns streichen. Wetten, dass der Lockdown nur mehr ganz kurz sein würde.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
19 Tage 20 h

Das Argument “Kind versorgen” halte ich für vorgeschoben. Dann hätte sie die Klappe gehalten. Aber “Die Cafe-Betreiberin hatte die Aktion bei einer Corona-Demo im Vorfeld und auch gegenüber Medien angekündigt… Kurz nach Lokalöffnung erschien Montagnachmittag die Polizei und kontrollierte die weitgehend maskenlosen Gäste. 37 Personen kassierten laut Exekutive insgesamt 97 Anzeigen. Den Gästen drohen Strafen bis zu 1.450 Euro, für die Wirtin beträgt der Strafrahmen bis zu 30.000 Euro.”
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/2088055-Trotz-Lockdowns-geoeffnet-Betretungsverbot-fuer-Linzer-Cafe.html

xXx
xXx
Universalgelehrter
19 Tage 20 h

Anarchie ist keine Lösung!

Doolin
Doolin
Superredner
19 Tage 17 h

@xXx …sie hat ja vorher gewusst was auf sie zukommt und bewusst provoziert…hintennach jammern ist ein wenig scheinheilig…
🤪

KASPERLE
KASPERLE
Tratscher
19 Tage 16 h

Ja, ich kann mir gut vorstellen wie ihre Kinder vollkommen unterernährt sind…

PuggaNagga
19 Tage 20 h

Wenn die Politik schon den Menschen das arbeiten verbietet, warum werden dann keine Hilfen ausgezahlt?
Aber der Sold für die Eliten wird fleißig und pünktlich ausgezahlt… gel?

Neumi
Neumi
Kinig
19 Tage 20 h

Mit 5000€ ist sie eh günstiger weggekommen, als ich erwartet hab.

Klar hat man Verständnis für ihre Situation, aber falls man dabei erwischt wird, geht das Ignorieren von Gesetzen immer nach hinten los. Man kann auch protestieren, ohne selbiges zu tun.

veri
veri
Grünschnabel
19 Tage 18 h

mmmmhhh 🤔 ober koan geld fùrs kind , ober fùr die strofe schun ? 😑🤭🤭🤭

Eric73
Eric73
Tratscher
19 Tage 11 h

@Neumi
Und sie hat bewusst das Risiko geschaffen, dass Ihre Kneipe ein Spreader abgibt – dafür gibt es keine Entschuldigung.
Und da sie sich ja eines möglichen Bußgeldes bewusst gewesen sein wird, müsste nochmal Dämlichkeitsfaktor addiert werden.

Hätte sich wie Greta vor den Laden hocken können um auf Ihre Lage aufmerksam zu machen, war ihr wohl zu kalt.

info
info
Tratscher
19 Tage 20 h

Können ja die Gäste eine Spendenaktion starten, Geld genug scheinen zumindest die noch zu haben, wenn ihnen ein illegaler Cafe-Besuch €1450 wert ist.

Diezuagroaste
Diezuagroaste
Superredner
19 Tage 18 h

Bravo. Jeder kuscht und bleibt lieber unter dem Radar. Die Frau hat Mut! Es gibt viele Menschen, denen jetzt die Luft dünn wird.

Krabbe
Krabbe
Tratscher
19 Tage 19 h

Gibt es einen Solidaritätsfond für diese tapfere Frau? Bitte um Bekanntgabe des entsprechenden IBANs, Danke.

fassungslos
fassungslos
Grünschnabel
19 Tage 15 h

Mochsche mir a an fond wenn i obsichtlich zi schnell fohr und noa strofe zohl?

rantanplan
rantanplan
Tratscher
19 Tage 19 h

ich kann die wirtin verstehen…manche müssen für geld eben noch arbeiten

Mikeman
Mikeman
Kinig
19 Tage 19 h

@ PeterSchlemihl

auch dieses Land ist mitunter zu erbarmen,kein Haar besser als andere,hoffentlich erinnern sich auch dort die Bürger bei den Wahlen sämtliche Politiker regelrecht auf die Straße zu stellen.Anstatten den Bürgern in Not zu helfen schikkaniert man wo immer nur möglich.

versteherin
versteherin
Tratscher
19 Tage 18 h

Ich denke, viele Menschen sind seit der Pandemie finanziell absolut an ihren Grenzen angekommen. Ich unterstütze nicht, was die Dame getan hat, aber ich versuche zu verstehen, dass man irgendwann nur noch wütend ist und auch psychisch am Ende, wenn man keine Einkünfte mehr hat und keine Perspektive, dass und wie es weitergeht.

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
19 Tage 15 h

Wut ist keine Lösung!
Und wenn sie schon kein Geld für die Kinder hat, dass sie ganz sicher eine Strafe aufgebrummt bekommen würde… hat sie auch nicht bedacht…???

Protest geht auch anders…

elvira
elvira
Universalgelehrter
19 Tage 19 h

wut wirtin jsch holbegs respektlos… wis soll men gach no tian?

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
19 Tage 6 h

die hat ja stolz verkündet, dass die Regeln bricht. was jammert sie jetzt ?! 

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