Das Verbot wird erst bei nachhaltigen Regenschauern aufgehoben

Ab sofort Grillverbot in Wien für alle öffentlichen Plätze

Mittwoch, 21. Juni 2017 | 16:59 Uhr

Die Stadt Wien hat per sofort ein Grillverbot für alle öffentlichen Plätze verhängt, wo das normalerweise erlaubt ist. Grund ist die Hitze und die damit einhergehende Dürre, die eine große Waldbrandgefahr beinhaltet. Mit dieser Maßnahme ist auch die Entzündung von Sonnwendfeuern untersagt. Das Verbot werde erst bei nachhaltigen Regenschauern aufgehoben, betonte die MA 49.

“Es wäre unverantwortlich, bei dieser extremen Trockenperiode das Grillen weiter zu gestatten. Wir appellieren an die Bevölkerung, sich an dieses Verbot zu halten, um niemanden zu gefährden”, sagte Forstdirektor Andreas Januskovecz. Konkret ist “das Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer und Licht sowie jegliches Feuerentzünden im Wald und dessen Gefährdungsbereich im Gebiet der Stadt Wien” verboten. Das Grillen in privaten Gärten außerhalb des Gefährdungsbereiches des Waldes ist gestattet. Die Stadt Wien mahnte aber angesichts der Hitze und der Trockenheit bei Grillen im Freien zu besonderer Vorsicht.

Die Grillplätze und Grillzonen im Donauinselbereich werden von der Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) kontrolliert. Die Grillplätze in Wienerwald-nahen Gebieten des Forstbetriebs werden von Förstern der MA 49 streng kontrolliert, im Draschepark in Liesing achten Mitarbeiter der MA 42 auf die Einhaltung des Grillverbots. Überall unterstützen die Grillplatzmeister die Kontrollen.

Statt Hitze am Griller gibt es in der Bundeshauptstadt auch Abkühlung. 24 Grad hat derzeit die Alte Donau, die Neue Donau, immer ein wenig kühler, weist 23 Grad auf. Die MA 45 – Wiener Gewässer wies darauf hin, dass alle Badestellen an Alter und Neuer Donau sogenannte EU-Badestellen sind. Alte und Neue Donau, Lobau, Mühlwasser und viele weitere Naturbadegewässer würden demnach eine “ausgezeichnete” Wasserqualität auf. Dies ist die höchste Bewertung laut EU-Badegewässer-Richtlinie.

Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit gilt ab Donnerstag auch in ganz Oberösterreich ein Feuer- und Rauchverbot in Wäldern. Ein Verstoß gegen diese Waldbrandverordnung kann bis zu 7.270 Euro Strafe kosten. Bei den Sonnwendfeuern appelliert Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) an die “Eigenverantwortung der Bevölkerung”.

In Oberösterreich bewirkte die aktuelle Hitzewelle bereits erste Flurbrände und Ernteausfälle. Am meisten betroffen sind der Zentralraum, das Mühlviertel und der Bezirk Braunau. Die Landespolizeidirektion berichtete von einem Waldbrand im Ausmaß von 100 Quadratmetern am Dienstagabend im Gemeindegebiet von Haslach im Bezirk Rohrbach. Die örtliche Feuerwehr rückte mit 50 Helfern und drei Tanklöschfahrzeugen aus und brachte ihn rasch unter Kontrolle. Verletzt oder gefährdet war niemand.

In Mauthausen im Bezirk Perg entdeckten Polizisten bei einer Streifenfahrt Dienstagnachmittag einen kleinräumigen Waldbrand nahe dem Bahnhof. Sie bekämpften ihn gleich mit einem Handfeuerlöscher aus ihrer Ausrüstung und alarmierten die Feuerwehr. Auch dieser Brand war rasch unter Kontrolle.Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit gilt ab Donnerstag in ganz Oberösterreich ein Feuer- und Rauchverbot in Wäldern. Ein Verstoß gegen diese Waldbrandverordnung kann bis zu 7.270 Euro Strafe kosten. Bei den Sonnwendfeuern appelliert Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) an die “Eigenverantwortung der Bevölkerung”.

Auch die Bezirkshauptmannschaft des Tiroler Bezirks Lienz hat wegen der anhaltenden Trockenheit und Hitze eine Waldbrandverordnung erlassen. Darin wird das Entzünden von Feuer und das Rauchen in den Waldgebieten Osttirols verboten, teilte das Land Tirol am Mittwoch mit. Zudem wurde vor der “extremen Gefahr von Wiesen- und Waldbränden” landesweit gewarnt.

Von: apa