Ein "äußerst ungewöhnlicher" Fall

Australier mit Bahn-Chip in der Haut ist kein Schwarzfahrer

Sonntag, 24. Juni 2018 | 07:20 Uhr

Happy-End für einen Australier, der sich den Chip seiner Bahnkarte unter die Haut hatte implantieren lassen: Nach seinem Einspruch gegen ein Gerichtsurteil wegen Schwarzfahrens ist er nun doch freigesprochen worden. Dies sei ein “äußerst ungewöhnlicher” Fall, sagte die zuständige Richterin dem australischen Sender ABC zufolge am Montag.

Der 33-jährige Meow-Ludo Disco Gamma Meow-Meow hatte sich dem Bericht zufolge in einem medizinischen Eingriff den Chip seiner Abo-Karte für den öffentlichen Verkehr in Sydney unter die Haut setzen lassen. Er konnte damit Bahnfahren, ohne ein Ticket aus der Tasche kramen zu müssen.

Bei einer Kontrolle legte der Mann deshalb kein Ticket vor und wurde im März zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 140 Euro verurteilt. Außerdem müsse er die Gerichtskosten von rund 640 Euro tragen, urteilten die Richter zunächst.

Nachdem Meow-Meow Einspruch eingelegt hatte, wurde ihm die Geldstrafe nun von einem Gericht in Sydney erlassen – die Verfahrenskosten müsse er dennoch tragen. “Ich werde Geld zahlen müssen, (…) aber ich habe einen moralischen Sieg errungen”, sagte Meow-Meow laut ABC.

Von: APA/dpa