Rückgang der Vielfalt der Insektenarten ist bedenklich

Bestäuberinsekten für unsere Ernährung entscheidend

Montag, 23. Mai 2022 | 11:33 Uhr

Bozen – Der 22. Mai jeden Jahres ist der Internationale Tag der Artenvielfalt. „Ein guter Anlass, um auf die Bedeutung der Bestäuberinsekten für die menschliche Ernährung und für die Ökosysteme hinzuweisen“, findet Silke Raffeiner, die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol. „Denn rund 80 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen werden durch Insekten bestäubt. Ohne sie müssten wir auf viele Früchte und Gemüse verzichten, auch auf den Apfel.“

Die meisten Insekten suchen Blüten auf, um Nektar als Nahrung zu sammeln. Dabei kommen sie unweigerlich auch mit dem Pollen der Blüten in Kontakt, tragen diesen zu anderen Blüten weiter und bewirken damit die Bestäubung der Blüten. Die wichtigsten Bestäuber sind Insekten wie die Honigbiene und die verschiedenen Wildbienen (z.B. die Hummel), Fliegen, Schmetterlinge, Wespen, Käfer und Ameisen. Doch auch Fledermäuse und Vögel tragen zur Bestäubung der Pflanzen bei, vor allem in den Tropen. Nur dank der Leistung dieser Bestäuber können Pflanzen sich vermehren und kann die Pflanzenwelt in ihrer Vielfalt fortbestehen – und auf Wiesen, Bäumen und in Hecken auch Tieren wie beispielsweise Singvögeln einen Lebensraum und Nahrung bieten.

Auch die Menschheit ist für ihre Ernährung auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Von den 107 weltweit am häufigsten angebauten Kulturpflanzen hängen 91 Pflanzen mehr oder weniger stark von der Insektenbestäubung ab. Käme es zu einem Totalverlust an Bestäubern, dann wären bei diesen Kulturen Ernteeinbrüche um bis zu 90 Prozent zu erwarten. Im Unterschied dazu werden viele Ackerpflanzen wie Getreide und Rüben durch den Wind bestäubt.

Weltweit und ganz besonders in industrialisierten Regionen ist jedoch seit Jahrzehnten ein Rückgang der Vielfalt der Insektenarten sowie auch ihrer Biomasse zu beobachten. Studien zufolge sind global über 40 Prozent der Insektenarten vom Aussterben bedroht. Die beiden Hauptursachen für diesen Rückgang sind der Verlust von Lebensraum durch die Umwandlung in intensive Landwirtschaft und durch Verstädterung sowie der Einsatz von Agrochemikalien (chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel).

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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25 Kommentare auf "Bestäuberinsekten für unsere Ernährung entscheidend"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Die genannten Ursachen stimmen NICHT. Die wahre Ursache ist die nächtliche Lichtverschmutzung.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 9 Tage

An welcher UNI hast du studiert und wer waren deine Professoren? Alle samt, anzeigen! Grins

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Dieser Artikel entspricht nicht der Wahrheit. Die Honigbiene hat im Bestand zugelegt. PS Kartoffeln und Weizen sowie viel andere Pflanzen sind Windbestäuber. Schuld ist der radikale Biowahn. Man brauch 2 Erden wenn man Bio Produzieren will

OrB
OrB
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@bern
Selten so einen Blödsinn gehört.

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Das Insektensterben findet seit 30 Jahren statt. Aber die Pflanzenschutzmittel der Landwirtschaft wurden in den letzten 30 Jahren viel viel schwächer. Und Intensivierung findet auch nicht mehr statt.

Okay, ich habe zwei andere Ursachen unterschlagen: Elektromagnetische Strahlung (stark gestiegen in den letzten 30 Jahren besonders durch die Mobiltelefone) und Verstädterung.
https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/insektensterben-durch-lichtverschmutzung/
https://www.infranken.de/ratgeber/alltagstipps/lichtverschmutzung-wie-sie-unsere-umgebung-schaedigt-art-5251973

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@N.G…. ein Kommentar voller Vorurteile und, Voreingenommenheit ….Elektrosmog ist ein Problem….mit diesem Handywahn und der Erreichbarkeit auch auf den Almen….aber wahrscheinlich kein Handy, kein Auto mit Verbrennungsmotor und keine asphaltierte Zufahrt vor dem Haus?

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@bern
schwächer? sie werden anders eingestuft

Staenkerer
1 Monat 9 Tage

obwohl sich in nahen und weiteren umgebung von meinem gortn und meiner kloan grünfläche nix verändert hot und i, so wie olle johr, den gundermann, de gänseblümcher und margerittn stehn loss bis se ausgeblüht hobn, sein sehr viel wieniger bienen und vespn zu sechn wie de johre davor! desmuß ondre ursochn hobn!

diskret
diskret
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Die bauern sind schuld das bald alles eingeht

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

wie wäre es einmal nachzudenken und nicht dem bauern für alles zu beschuldigen… ich würde eher sagen die Industrialisierung und Globalisierung ist schuld! nicht der bauer, der sich nur an das ganze system anpasst…. er hat kaum eine wahl, jeder kann nicht seine Produkte selbst vermarkten!!! so idyllisch dies auch klingt, aber das ist weit entfernt von jeglicher Realität… der Konsument jammert ja auch dass alles teurer wird, er oft kaum geld hat essen zu bezahlen… früher gab man über 50%!! seines einkommens nur für Lebensmittel aus, heute teilweise weniger als lächerliche 20%… mal Darüber nachdenken!

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@diskret…. die Verbauung, die zunehmende Umweltverschmutzung durch den täglichen Verkehr (und jeden Autofahrer), der Elektrosmog, perfekt gemähte Vorgärten haben sicherlich nicht dazu beigetragen…. nur die anderen sind Schuld, obwohl der Obst- und Weinbau nur 6% der Fläche ausmacht, Pflanzenschutz seit über 70 Jahren betrieben wird und das mit den Bienen nicht lange her ist?….

diskret
diskret
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Das ist echt ein wahnsinn , gerade silo gemäht wenn man das in wipptal sieht so ein gestank brennender geruch gsnz schwarz das feld wo kann dort noch ein tier überleben dann bekommen sie noch geld für sowas

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 9 Tage

…stinkende Güllewiesen töten alles…

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@diskret…. nennt man natürliche Düngung…. besser als künstliche, oder? Dass Mist stinkt, oder besser nicht angenehm riechen kann, ist wohl bekannt… Früher war das kein Problem…. jetzt scheint es ein Problem zu sein…. besser der Mistgestank, als der Smog einer Großstadt (der schon ist ungesund!)….in dem Mist gibt es doch einige Mikroorganismen….sind die Auspuffgase des eigenen Autos kein Problem? Stinkt wenig und nichts, ist dafür möglicherweise doch einwenig krebserregend….

OrB
OrB
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@Oracle
Was wird heute gefüttert und was vor 30 – 40 Jahren.
Mist aussterben von früher hat mit Gülleberegnung von heute nichts mehr zu tun.

falschauer
1 Monat 9 Tage

@Oracle

nebenbei bemerkt zwischen dem mistgestank von mit heu und gras gefutterten kühen und jenen welche mit silofutter und was weiß ich noch allem gefüttert werden, ist ein riesen unterschied, letzterer riecht säuerlich und brennt in der nase und das ist sicher auf das futter zurückzuführen, ich war als kind jeden sommer auf einem bergbauernhof und weiß wovon ich rede…..ein anderes extrem das euter der kühe, also diese hochgezüchteten milchmaschinen tun mir heute echt leid

andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@bern
Genau sag es raus😅😅das heißt man die Wahrheit leugnen um weizer zu machen. Bei uns am Berg wächst auf den wiesen nur mehr Löwenzahn und sonstiges Unkraut, es ist jedoch Stock finster, jedoch stinkt die Gülle zum Himmel, die Wiesen werden zubetoniert auch der Maulwurf zieht Leine. Aber Wurst wir müssen weitermachen die lobby verlangt es💪💪💪

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Biopestizide sind daran schuld!

St Magdalener
1 Monat 9 Tage

Ach, Gallmetzer, so einen Schmarrn können auch nur Sie behaupten. Aber glücklicherweise werden sie von rational denkenden Menschen sowieso nicht ernstgenomen.
Untermauern sie ihre Aussage mit einer Studie. Im Artikel steht ganz klar chemisch synthetische Pestizide sind daran Schuld… Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

P. S. woher kommt eigentlich ihre tiefe Abneigung gegen ökologische Landwirtschaft?

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

konventionelle Bauern sind das Hauptproblem für den Rückgang der Insekten und Artenvielfalt. es geht nicht nur um die Honigbien

falschauer
1 Monat 9 Tage

sehr lustig….kindskopf!!!

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

… die Verbraucherzentrale ist jetzt auch Forschungsanstalt für Agronomie? Und dass sie nur von chemisch-synthetischen Pestiziden sprechen und nicht von den anderen Pestiziden ist zumindest einwenig einseitig und wenig objektiv, so mehr vom hörensagen…. Pestzide werden seit über 70 Jahren hier verwendet, das mit der angeblichen Insektenvielfalt ist recht neu. Vielleicht sind die Hauptursachen auch anderswo zu suchen. In einer Obstwiese ist immer noch mehr Biodiversität als auf Sport-, Spielplätzen, dem perfekt gemähten Rasen oder gepflasterten Parkplatz …

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

… mausert sich die Verbraucherzentrale zuveinem Ökoverein? Die 100.000de Auto, die täglich durch Südtirol schlendern, sind sicher sehr naturnahe….

falschauer
1 Monat 9 Tage

das eine rechtfertigt noch lange nicht das andere, beides ist auf jeden fall gift für menschen, tiere und umwelt

ieztuets
ieztuets
Tratscher
1 Monat 8 Tage

in Sterzing befindet sich eine Biogasanlage wo der Bauer die Gülle hinbringen kann und die dann viel weniger stinkt bzw. Gase enthält also für den Boden gut wäre, wird immer noch zu wenig genutzt…

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