Firma tritt ins Fettnäpfchen

Bier namens Schamhaar: Wirbel um Maori-Fehlübersetzung

Donnerstag, 13. August 2020 | 06:40 Uhr

Eine Fehlübersetzung hat bei den Maori-Ureinwohnern in Neuseeland Belustigung und Ärger ausgelöst: Ein Ledergeschäft in Neuseeland und eine Brauerei wollten ihre Produkte nach einem vermeintlich cool klingenden Wort aus deren Sprache benennen – und sind dabei ins Fettnäpfchen getreten. Denn Huruhuru kann zwar auch Wolle oder Feder bedeuten, wird aber vor allem als Ausdruck für Schamhaar verwendet.

Ein User kommentierte in sozialen Netzwerken samt lachendem Emoji: “Ich hätte gerne eine maßgeschneiderte Huruhuru-Jacke.” Die Maori-Sprachkommission teilte auf Facebook mit, sie habe mit den Eigentümern des neuseeländischen Ledergeschäfts gesprochen. “Sie dachten, dass das Durchlaufen offizieller Prozesse die Integrität ihres Geschäftsnamens sicherstellen würde – aber das war nicht der Fall. Man muss weitere und unabhängige Ratschläge zur maorischen Sprache einholen.”

Es wäre besser gewesen, einen der lizenzierten Übersetzer für Te Reo Maori zu Rate zu ziehen, wie die Sprache offiziell heißt. Die Kommission zeigte sich aber traurig darüber, dass die Besitzer des Lederladens offenbar in Folge der Geschichte von aufgebrachten Maori bedroht wurden.

Ein Mitgründer der kanadischen Brauerei sagte dem Sender “Radio New Zealand”, es sei nie die Absicht der Firma gewesen, die Kultur der Maori in irgendeiner Form zu beleidigen. Die bezweckte Bedeutung des Wortes Huruhuru sei Feder gewesen – um deutlich zu machen, dass das “Pale Ale” der Brauerei leicht wie eine Feder sei. Man wolle der Marke in Zukunft wohl einen neuen Namen geben.

Von: APA/dpa

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