Wurde ein verschollener Zug der Wehrmacht gefunden?

Die Jagd nach dem Goldzug der Nazis – VIDEO

Freitag, 11. September 2015 | 07:11 Uhr

Waldenburg – In der polnischen Stadt Waldenburg herrscht seit einigen Tagen Goldgräberstimmung. Männer mit Metallsuchgeräten streifen durch die Wälder. Denn irgendwo hier soll ein Zug der Wehrmacht versteckt sein, beladen mit Waffen, Gold und Edelsteinen. Die Gemeinde hat das Gelände inzwischen gesperrt. Pjotr Koper und Andreas Richter behaupten, den geheimnisvollen Zug gefunden zu haben und hoffen auf Finderlohn.

Pjotr Koper: "Wir haben die städtischen Behörden und die Polizei informiert wo der Zug liegt. Wir haben ihnen genau gezeigt, wo der Zug versteckt ist, die Tiefe, wo er anfängt, wo er aufhört, wie lang er ist. Das alles haben wir weitergegeben an die Behörden."

Seit Jahrzehnten erzählen sich die Bürger die Legende des Zuges. Er soll gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Breslau gestartet sein, um wertvolle Fracht vor der vorrückenden Roten Armee in Sicherheit zu bringen. Doch in Berlin kam er nie an. Ein Deutscher, der den Zug mit versteckt hat, soll auf dem Sterbebett nun das Geheimnis verraten haben. Trotzdem bleiben Zweifel. Manche Medien und Politiker vermuten, dass sich die beiden Finder nur wichtig machen wollen.

Pjotr Koper: "Was denken sie? Würde ich wirklich mein Leben, mein Geld, den Ruf meiner Familie und meiner Firma aufs Spiel setzen um mich in den Medien hervor zu tun? Wir sind gar nicht auf die Medien zugegangen und wir versuchen auch nicht unglaubliche und beeindruckende Geschichten zu erzählen."

Das polnische Kulturministerium teilte mit, man habe den Zug mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit lokalisiert. Medienberichten zufolge arbeiten nun Experten daran, den Zug zu bergen. Der jüdische Weltkongress hat bereits mitgeteilt, dass alle Wertgegenstände, die dabei gefunden werden, an ihre rechtmäßigen Eigentümer oder ihre Erben zurückgegeben werden sollten.

Von: Reuters