Meraner Arzt bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet

Dr. Raffaele Nardone liegt das Forschen im Blut

Mittwoch, 08. Juli 2015 | 12:22 Uhr

Meran – Dr. Raffaele Nardone, Neurologe am Krankenhaus Meran und wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent der neurologischen „Paracelsus Medizinische Privatuniversität PMU“ in Salzburg, liegt das Forschen wohl im Blut: Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre wurde der Meraner Vize-Primar zum Forscher des Jahres gekürt.

Arbeiten in Meran und Salzburg: eine optimale Verbindung
Dr. Raffaele Nardone wurde für seine Verdienste im Bereich der klinischen Neurophysiologie ausgezeichnet: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, da sie eine schöne Bestätigung meiner Arbeit ist. Das alles wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne die optimale Unterstützung der neurologischen Abteilung am Krankenhaus Meran unter der Leitung von Primar Dr. Frediano Tezzon. Ganz besonders hat sich mein Kollege Dr. Francesco Brigo hervorgetan, der mich mit seinen epidemiologischen und epilepsiebezogenen Studien unterstützt hat“, zollt der Facharzt seinen Kollegen Respekt.

Seit nunmehr sieben Jahren forscht Dr. Nardone als Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Salzburger Privatklinik und macht es dabei möglich, dass auch Südtirol, besonders der Gesundheitsbezirk Meran, von diesen Erkenntnissen profitiert: „Es tut gut, über die Grenzen zu schauen, außerdem wirkt der Austausch mit anderen Forscherkollegen sehr inspirierend“, erklärt Dr. Nardone die Zusammenarbeit. Dass Privatuniversitäten mitunter ein höheres Finanzbudget für die Forschung haben, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Und die Forschung liegt Dr. Nardone einfach im Blut – das beweist die Tatsache, dass er diese Auszeichnung bereits zum zweiten Mal erhalten hat; das erste Mal wurde er im Sommer 2013 prämiert.

Die Prämierung fand am 15. Juni 2015 durch Forschungsdekan Prof. Georg Rasp statt, der den Meraner Facharzt als „besonders herausragenden Forscher“ bezeichnete. Die Auszeichnung wurde nur zwei Forschern des großen internationalen Teams vergeben. Die Untersuchungen von Dr. Nardone beinhalten vor allem das Überprüfen von Methoden und Ergebnissen, die erkennen lassen, wie z.B. Demenz oder Epilepsie gezielter diagnostiziert und behandelt werden können. Hauptkriterium für die Auszeichnung ist die Analyse, wie viele anerkannte Fachjournale im Medizinbereich über diese Forschungsergebnisse berichten: Vereinfacht gesagt – je mehr Publikationen in renommierten Medizinmedien erscheinen, umso hochwertiger werden die Forschungsergebnisse eingestuft.

Sanitätskoordinator Dr. Roland Döcker des Gesundheitsbezirkes Meran freut sich: „Wer die strengen Kriterien der etablierten Fachzeitschriften kennt, weiß, dass solche Publikationen einem Ritterschlag gleichkommen. Moderne Medizin darf niemals stehenbleiben – solange es engagierte Ärzte wie Dr. Nardone gibt, bin ich zuversichtlich, dass wir ständig auf dem neuesten Stand sein werden.“ Für Dr. Nardone und sein Team kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: „Eine schöne Anerkennung der bisherigen Leistung – und noch mehr Ansporn, in Forschung und Klinik das Beste für unsere Patientinnen und Patienten zu geben.“

Von: ©lu

Bezirk: Bozen