Stipendium-Initiator Friedrich von Borries

Drei Frauen gewinnen Hamburger Stipendium fürs Nichtstun

Samstag, 20. März 2021 | 08:45 Uhr

Drei Frauen sind in Deutschland mit jeweils 1.600 Euro dotierten Stipendien fürs Nichtstun der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) bedacht worden. Eine Jury wählte Hilistina Banze, Mia Hofner und Kimberley Vehoff unter insgesamt 2.864 Bewerbern aus 70 Ländern als Gewinnerinnen aus, wie Initiator Friedrich von Borries am Donnerstag mitteilte.

Das Projekt ist Teil der Ausstellung “Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben” im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G). Menschen aus aller Welt – darunter Wissenschafter, Künstler, aber auch Kinder und Pensionisten – hätten an dem Projekt teilgenommen, sagte Borries.

Die Gewinnerin Hilistina Banze wird ihr “Kopftuch eine Woche nicht tragen”. Die Sozialpädagogin und Integrationsberaterin aus Hamburg möchte ihr auf drei Millimeter kurzrasiertes Haar zeigen und so gleich mehreren Rollenklischees entgegentreten. Mia Hofner, Studentin aus Köln, will für zwei Wochen keine verwertbaren personenbezogenen Daten über sich generieren. Und Kimberley Vehoff, Fachkraft für Lebensmitteltechnik aus Bad Fallingbostel, will ihren Beruf nicht mehr ausüben, weil ihre sozialen Beziehungen unter wechselnden Früh-, Spät- und Nachtschichten leiden.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

14 Kommentare auf "Drei Frauen gewinnen Hamburger Stipendium fürs Nichtstun"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Krabbe
Krabbe
Tratscher
25 Tage 15 h

Jede Hochkultur verfiel nach Erreichen ihres Zenits in Dekadenz.
Im westlichen Europa scheint es immer mehr soweit zu sein.

PuggaNagga
25 Tage 15 h

Den Zenit haben wir überschritten.
Fürs nichts tun Geld bekommen. Ohne Einsatz?
Gabs noch nie…
Geld ist eine Tauschwährung/Zahlungsmittel zum gerechten Austausch von materiellen Gütern oder erbrachten Leistungen.
Das wird nicht aus dem nichts erschaffen.
Dafür muss jeder morgens aufstehen und es sich erarbeiten. Der Eine körperlich, der Andere geistig oder einige wiederum verdienen Geld durch Einsatz/Investition oder Leihgabe seines Geldes. Jeder aber muss aber dafür seine Lebenszeit dafür opfern, egal ob legal oder illegal – seine Zeit geht dafür drauf und diese kommt nie wieder zurück.

Missx
Missx
Kinig
25 Tage 15 h

Hartz4 Kultur 2.0?

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
25 Tage 13 h

“Im Übrigen sei Nichtstun paradoxerweise eigentlich harte Arbeit, so von Borries weiter – das wisse jeder, der schon einmal versucht habe, an wirklich nichts zu denken. Er selbst, sagt er, würde gerne „weniger wollen“. Und die Ironie und innere Widersprüchlichkeit des Stipendium-Projektes sei: „Ich muss gerade wahnsinnig viel tun, damit es ein erfolgreiches Stipendium des Nichtstuns gibt.“
https://www.deutschlandfunkkultur.de/stipendium-fuers-nichtstun-das-ideal-der-folgenlosigkeit.1008.de.html?dram:article_id=482662

Offline
Offline
Universalgelehrter
25 Tage 6 h

@Krabbe…👍dazu gehören auch Diejenigen, die von einem aus Steuermitteln 😡 finanzierten bedingungslosen Grundeinkommen (fürs Nichtstun) träumen.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
25 Tage 14 h

Weltverblödung!

el_tirolos
el_tirolos
Tratscher
25 Tage 16 h

Gleichberechtigung?

Savonarola
25 Tage 14 h

der Westen ist seinem restlosen Untergang geweiht.

wellen
wellen
Universalgelehrter
25 Tage 15 h

Interessantes soziales Experiment. Läuft gängigen Klischees zuwider, oder beruflichen oder kulturellen Zwängen, zeigt gnadenlos auf, was man glaubt zu ” müssen”, derweil sind es nur Stereotypien im Kopf. Nachahmenswert im engen Südtirol: bei uns ein gängiges Muss: immerzu buggeln.

Ivolivio
Ivolivio
Grünschnabel
25 Tage 12 h

🤭😆😆😆😆😆😆
Do war mei Ex Frau weitaus die Beschte, aussa um Geld streiten und Fremd gian, sischet vojog se ka Vogl fan Zaun…. 😜😇😂😂😂

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
25 Tage 7 h

Ivolivio, also bist ein Pechvogel unter vielen 😉

Ivolivio
Ivolivio
Grünschnabel
25 Tage 5 h

@Trina1 🤭😉😆😆😆😏

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
25 Tage 4 h

@Ivolivio 😉😂😉🤗

doco
doco
Grünschnabel
25 Tage 13 h

ich protestieren wo bleibt die Chancengleichheit wieder einmal sind wir Männer im Nachteil.

wpDiscuz