Bahnbrechende nicht chirurgische Behandlung in der Orthopädie Bozen

Eine Injektion um den Morbus Dupuytren zu behandeln

Donnerstag, 09. Juli 2015 | 11:17 Uhr

Bozen – Der Morbus Dupuytren ist eine Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenflächen. Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten von Knoten und Strängen an der Innenfläche der Hand. Bisher wurde eine chirurgische Therapie durchgeführt.

Seit April 2014 setzt die Orthopädie des Krankenhauses Bozen, geführt von Primar Dr. Michael Memminger, erfolgreich eine revolutionäre alternative Behandlung ein. Es wird Clostridium Histolyticum (XIAPEX) in den Strang injiziert, ein Enzym, das 24 Stunden später den Dupuytrenstrang zu begradigen erlaubt.

Die bisherigen erzielten Ergebnisse, bei den über 80 behandelten Patienten, sind beeindruckend sowie sehr vielversprechend und deuten darauf hin, dass dieses Verfahren in naher Zukunft die chirurgische Behandlung dieser Krankheit ganz ersetzen wird.

Dieses Medikament kann auch bei Rezidiven voroperierter Händen angewandt werden. Dieses innovative Verfahren vermeidet einen Krankenhausaufenthalt des Patienten, da die Behandlung ambulant durchgeführt wird. Das Fehlen von Operationswunden verkürzt zudem die Rehabilitationszeit erheblich. Die Physiotherapie kann unmittelbar nach der Behandlung beginnen, so dass der Patient sich viel schneller erholen kann. Außerdem ist die Therapie wesentlich kürzer als bei der traditionellen chirurgischen Methode, die 2-3 Monate dauert.

Weitere Informationen und Zugangsmodalitäten in der Ambulanz für Morbus Dupuytren erfolgt über die Einheitliche Vormerkungsstelle EVS Tel.0471 457457, mit einer Bewilligung vom Arzt für Allgemeinmedizin.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen