Männer wollen treu sein

Entfernter Arbeitsplatz: Chinesen greifen zu Sexpuppe

Sonntag, 26. April 2015 | 22:57 Uhr

Peking – Millionen chinesischer Männer arbeiten in Peking und fahren erst am Wochenende zu ihrer Familie zurück in die Nachbarprovinzen. Deshalb finden lebensechte Sexpuppen regen Absatz. Laut einem Bericht von Welt online liegt der Stückpreis bei rund 2.400 Euro.

Die Puppen haben zwar oft einen teilnahmslosen Blick, dafür aber ungewöhnlich üppige Maße. Viele Puppen bestehen aus einer speziellen Gummimischung, die weicher als Silikon ist. Die Hände sind verstellbar, Kopf und Genitalien kann man abnehmen. Alle Modelle werden kahlköpfig verkauft. Kunden können dann Perücken in ihrer bevorzugten Haarfarbe wählen.

Das Dilemma, in dem sich viele chinesischen Männer befinden, ist: Sie sind unter der Woche weit von ihrer Familie entfernt, wollen ihren Ehefrauen aber trotzdem treu bleiben. Die Luxus-Sexpuppe scheint da, die ideale Lösung zu bieten. Viele Männer opfern dafür einen ganzen Monatslohn.

Zudem kam es durch die Ein-Kind-Politik und eine Vorliebe für männliche Nachkommen dazu, dass durch geschlechtsselektive Abtreibungen auf 100 Mädchen in China fast 116 Jungen kommen. Deshalb gibt es im Land einen Männerüberschuss.

Chinas sittenstrenge Kommunistische Partei unterband vor allem in den ersten Jahrzehnten nach 1949 jegliche Form von Dekadenz. Durch die wirtschaftlichen Reformen im Land gibt es mehr Freiheiten und eine wahre Flut an Sexshops, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Die Fachplattform ChinaSexQ.com schätzt den Markt für Sexspielzeuge auf umgerechnet bis zu 15,2 Milliarden Euro pro Jahr.

Von: ©mk