Einsiedelei in Saalfelden

Eremit für Einsiedelei in Saalfelden im Pinzgau gesucht

Freitag, 14. Februar 2020 | 09:08 Uhr

Ein nicht alltäglicher Job für robuste Christen ist in Saalfelden im Pinzgau vakant geworden. Gesucht wird ein Eremit für die mehr als 350 Jahre alte Einsiedelei. Drei Jahre lang hat der Belgier Stan Vanuytrecht jeweils von Frühling bis Herbst die Klause am Fuße des Steinernen Meeres bewohnt. Aus gesundheitlichen Gründen und dem Wunsch, Priester zu werden, kehrt er nicht mehr zurück.

Anfang Februar hat Vanuytrecht das Pfarramt Saalfelden in einem Brief über seinen Rücktritt informiert. Der Belgier bedankte sich “für die wundervolle Zeit bei den Menschen in Saalfelden”, er habe die Funktion des Einsiedlers mit “großer Freude bekleidet”. Doch sein Gesundheitszustand erlaube keine längeren Aufenthalte auf der Einsiedelei. Zudem habe er in Belgien die Möglichkeit, als Kandidat für ein Priesterstudium aufgenommen zu werden.

In Saalfelden hält man nun Ausschau nach einem Nachfolger für die Einsiedelei, wie auf der Homepage der Stadt zu erfahren ist. “Die von großem Medieninteresse begleitete ‘Stellenausschreibung’ im Jahr 2017 hat gezeigt, dass es nicht einfach ist, die richtige Person für ein Leben als Einsiedler zu finden.”

Dechant Alois Moser beschreibt, welche Anforderungen der Eremit zu erfüllen hat: “Der Einsiedler muss eine gefestigte Person sein, die sowohl mit der Einsamkeit in den Abend- und Nachtstunden als auch mit den vielen Menschen, welche die Einsiedelei tagsüber besuchen, gut umgehen kann. Das Leben in einer Klause am Berg – ohne Strom, Zentralheizung und fließendes Wasser – erfordert Genügsamkeit, eine gute körperliche Verfassung und handwerkliches Geschick.”

Die natürliche Felshöhle oberhalb von Schloss Lichtenberg wurde im 17. Jahrhundert zu einer Kapelle ausgebaut. Als Unterkunft errichtete der damalige Einsiedler Thomas Pichler eine Klause im Fels am Palfen. Die Einsiedelei in Saalfelden feierte im September 2014 ihr 350-jähriges Bestehen. Sie ist eine der wenigen in Mitteleuropa, die noch von Eremiten bewohnt wird. Dort wird seit dem 16. Jahrhundert das Bildnis des Heiligen Georgs, des Schutzpatrons der Tiere, verehrt.

Die Saison für den Einsiedler dauert in etwa von April bis November. Während der Wintermonate ist die Klause nicht bewohnbar. Interessenten können sich per Brief im Pfarramt Saalfelden, Lofererstraße 11, 5760 Saalfelden, melden.

Von: apa

Kommentare

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9 Kommentare auf "Eremit für Einsiedelei in Saalfelden im Pinzgau gesucht"


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Superredner
3 Tage 14 h

Wäre was für unseren Silas 10..001

blumenwiese
blumenwiese
Grünschnabel
3 Tage 15 h

..und für was soll dies gut sein ?
Das tägliche Mitteinander mit dazugehörigem Respekt , sowieso gute Umgangsformen ist auch nicht ohne .

Grantelbart
Grantelbart
Superredner
3 Tage 12 h

Inmerhin ist man als Eremit relativ sicher vor Pandemien. 😉

Pyrrhon
Pyrrhon
Tratscher
3 Tage 16 h

@silas
Des wars 😀

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
3 Tage 12 h

Hallo nach Südtirol,

Neugierige finden hier einen Reisebericht und der scheidende Eremit schildert seinen Tagesablauf dort

https://www.stadtgottes.de/nachricht/das-ist-mein-platz.html?no_cache=1&tx_news_pi1%5BoverwriteDemand%5D%5Bcategories%5D=6&cHash=5e9e0e756daea3ebeeedcb1c592039a5

Grüsse nach Südtirol

Marisa
Marisa
Tratscher
3 Tage 11 h

Nicht für viel Geld würde ich so etwas machen ein bisschen Luxus brauche ich doch noch 😉

peterle
peterle
Universalgelehrter
3 Tage 14 h

Nun Strom sollte in der heutigen Zeit kein Problem sein. Für den Rest sollte sich sicher Jemand finden.

blumenwiese
blumenwiese
Grünschnabel
2 Tage 17 h

🤣🤣🤣

Oma
Oma
Tratscher
3 Tage 14 h

Geat a Emeritin a
? Hat doweil.

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